Zeitzeugen berichten

NS-Diktatur und Zweiter Weltkrieg (1933 - 1945) Zeitraum

Prof. Dr. Meir Schwarz Emigrant, Botaniker

Themen

Ausgrenzung von Juden im Alltag

Jüdisches Leben

Kindheiten in Bayern

NS-Propaganda

Schulunterricht / Schulzeit

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Prof. Dr. Meir Schwarz von seiner Kindheit im "Dritten Reich". Dabei erzählt er, dass die anderen Kinder tatsächlich glaubten, er hätte einen Affenschwanz, wie es in den nationalsozialistischen Schulbüchern stand.

Signatur
zz-0510.01
Referenzjahr
1934

Otto Schwerdt KZ-Überlebender, Emigrant

Themen

Holocaust / Shoah

KZ Auschwitz

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Otto Schwerdt, wie er im KZ Auschwitz im Herbst 1943 vom Lagerältesten ausgepeitscht wurde.

Signatur
zz-0285.01
Referenzjahr
1943

Otto Schwerdt KZ-Überlebender, Emigrant

Themen

Kriegsende 1945

KZ Theresienstadt

Otto Schwerdt erinnert sich im hier gezeigten Ausschnitt, wie er 1945 die Befreiung und das Kriegsende im KZ Theresienstadt erlebte.

Signatur
zz-0285.02
Referenzjahr
1945

Rosemarie Schwesig Handelskauffrau

Themen

Regensburg

Zweiter Weltkrieg

Rosemarie Schwesig berichtet über Bombardierungen in Regensburg und Kriegsschäden, die sie miterlebt hat.

Signatur
zz-1516.02
Referenzjahr
1945

Josef Schwindl Landwirt

Themen

Kriegsende 1945

Oberpfalz

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Josef Schwindl über die sowjetischen Kriegsgefangenen, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs für mehrere Tage in Viehhausen untergebracht waren.

Signatur
zz-1730.01
Referenzjahr
1945

Josef Schwindl Landwirt

Themen

Kriegsende 1945

Regensburg

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Josef Schwindl über die Ankunft der Amerikaner in Viehhausen bei Kriegsende 1945, deren Verhalten im Ort und den Beschuss Regensburgs durch die US-Truppen.

Signatur
zz-1730.02
Referenzjahr
1945

Willem Sel KZ-Überlebender

Themen

KZ Sachsenhausen

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Willy Sel von seiner Ankunft 1942 im KZ Sachsenhausen (Oranienburg) und von den Verhaltensregeln im Lager.

Signatur
zz-0481.01
Referenzjahr
1942

Willem Sel KZ-Überlebender

Themen

Holocaust / Shoah

KZ Dachau

Willy Sel berichtet im hier gezeigten Ausschnitt von einem Sabotageakt beim Bau der Gaskammer im KZ Dachau 1944. Einige der beteiligten Häftlinge wurden später exekutiert.

Signatur
zz-0482.01
Referenzjahr
1944

Willem Sel KZ-Überlebender

Themen

Kriegsende 1945

KZ Dachau

In diesem Ausschnitt schildert Willy Sel, wie er sich kurz vor der Befreiung des KZ Dachau mit einem weiteren Häftling in einem Teil des Krematoriums versteckte. Sie wussten nicht, ob die SS nicht das Lager vernichten würde. Als sie dann Schießen und Amerikanisch hörten, trauten sie zunächst ihren Ohren nicht. Doch dann war klar: Sie waren befreit!

Signatur
zz-0482.02
Referenzjahr
1945

Ulrich "Uri" Siegel Emigrant, Rechtsanwalt

Themen

Erzwungene Auswanderung / Emigration von Juden

Jüdisches Leben

Tätliche Übergriffe auf Juden

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Uri Siegel, wie sein Onkel, der angesehene Münchner Rechtsanwalt Dr. Michael Siegel, am 10.03.1933 mit einem Schild "Ich bin Jude, aber ich will mich nie mehr bei der Polizei beschweren" um den Hals durch die Münchner Straßen getrieben wurde. Dieser Vorfall brachte seinen Vater dazu, mit seiner Familie 1934 Deutschland zu verlassen und nach Palästina auszuwandern.

Signatur
zz-0323.01
Referenzjahr
1933

Stane Sinkovec KZ-Überlebender

Themen

KZ Dachau

Menschenversuche

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Stane Sinkovec von den Malaria-Versuchen an Internierten des KZ Dachau, die von dem KZ-Arzt Prof. Claus Schilling im Winter 1942/43 durchgeführt wurden.

Signatur
zz-0478.01
Referenzjahr
1942

Stane Sinkovec KZ-Überlebender

Themen

Kriegsende 1945

KZ Dachau

Stane Sinkovic erinnert sich, wie sich unmittelbar vor der Befreiung des KZ Dachau ein illegales internationales Häftlingskomitee bildete, um für diesen Moment Vorkehrungen zu treffen. Dennoch löste die Ankunft der US-Truppen am 29.04.1945 Verwirrung aus. Die Häftlinge, die laufen konnten, bejubelten ihre Befreiung. Tausende blieben entkräftet und typhuskrank in den Baracken.

Signatur
zz-0479.01
Referenzjahr
1945

Lola Sinz (geb. Kronheimer) Pianistin, Sängerin, Klavierlehrerin, Korrepetitorin, Pädagogin, Landwirtin

Themen

Ausgrenzung von Juden im Alltag

Ausschaltung von Juden aus dem Berufsleben

Auswirkungen der Nürnberger Rassengesetze

Musik

Im hier gezeigten Ausschnitt beschreibt Lola Sinz Kronheimer, wie sie ab 1933 schrittweise durch die antisemitischen Bestimmungen des NS-Regimes aus ihrem Beruf und ihrer Existenz als Konzertpianistin gedrängt wurde. Bis zum Erlass der "Nürnberger Gesetze" 1935 hielt sie sich mit Auftritten vor dem Jüdischen Kulturbund und als Klavierlehrerin über Wasser. Doch selbst danach und mit dem Einsetzen der nochmals verstärkten Judenverfolgung nach der Reichspogromnacht 1938 weigerte sie sich, ihre geliebte Heimat Deutschland aufzugeben und auszuwandern. (nur Ton)

Signatur
tobre-131.03
Referenzjahr
1933

Lola Sinz (geb. Kronheimer) Pianistin, Sängerin, Klavierlehrerin, Korrepetitorin, Pädagogin, Landwirtin

Themen

Ausgrenzung von Juden im Alltag

Auswirkungen der Nürnberger Rassengesetze

Im hier gezeigten Ausschnitt schildert Lola Sinz-Kronheimer, wie die vom NS-Regime getroffenen Maßnahmen zur Judenverfolgung auch ihre Liebesbeziehung zum Komponisten Wolfgang von Bartels belasteten. Hinzu kamen anonyme Drohanrufe, die sie ängstigten. Bartels' Tod 1938 bedeutete für Lola Sinz-Kronheimer einen schweren Schlag. Die Aufgabe, sich um ihre kranke Mutter kümmern zu müssen und die Hilfe der Pianistin Rosl Schmid, die sie als Korrepetitorin engagierte, halfen ihr dabei, mit diesem Verlust leben zu lernen. (nur Ton)

Signatur
tobre-131.04
Referenzjahr
1938

Lola Sinz (geb. Kronheimer) Pianistin, Sängerin, Klavierlehrerin, Korrepetitorin, Pädagogin, Landwirtin

Themen

Ausgrenzung von Juden im Alltag

Musik

Im hier gezeigten Ausschnitt schildert Lola Sinz-Kronheimer, wie ihr die Kontakte zur Pianistin Rosl Schmid und dem Cellisten Rudolf Metzmacher dabei halfen, ihre Ausgrenzung aus dem Berufsleben zu bewältigen. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 und nochmals mit der Verordnung zum Tragen des "Judensterns" 1941 war sie jedoch immer weiteren Repressalien ausgesetzt. (nur Ton)

Signatur
tobre-132.01
Referenzjahr
1938

Lola Sinz (geb. Kronheimer) Pianistin, Sängerin, Klavierlehrerin, Korrepetitorin, Pädagogin, Landwirtin

Themen

Ausgrenzung von Juden im Alltag

Zwangsarbeit

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Lola Sinz-Kronheimer davon, wie sie nach dem Inkrafttreten der Verordnung zum Tragen des Judensterns möglichst gar nicht mehr aus dem Haus ging und auch ihre Arbeit als Korrepetitorin für die Pianistin Rosl Schmid aufgeben musste. Sie lebte bei ihrer Mutter in München, die den Cellisten Rudolf Metzmacher bei sich aufnahm, da er ausgebombt war. Regelmäßig musste sich Lola bei Behörden melden und wurde schließlich in eine kriegswichtige Hutfabrik zur Zwangsarbeit eingeteilt. (nur Ton)

Signatur
tobre-132.02
Referenzjahr
1941

Lola Sinz (geb. Kronheimer) Pianistin, Sängerin, Klavierlehrerin, Korrepetitorin, Pädagogin, Landwirtin

Themen

Flucht / Exil

Judendeportationen

Zwangsarbeit

Im hier gezeigten Ausschnitt spricht Lola Sinz-Kronheimer über die Umstände ihrer Zwangsarbeit in einer Münchner Hutfabrik. Außerdem schildert sie, wie sie noch im Februar 1945 einen Deportationsbescheid erhielt und wie sie sich diesem mit Hilfe ihres Chefs und mit gefälschten Papieren durch eine Flucht auf einen Bauernhof ins Allgäu entziehen konnte. (nur Ton)

Signatur
tobre-132.03
Referenzjahr
1945

Lola Sinz (geb. Kronheimer) Pianistin, Sängerin, Klavierlehrerin, Korrepetitorin, Pädagogin, Landwirtin

Themen

Alltag in der Nachkriegszeit

Arbeitslosigkeit

Entnazifizierung

Umgang mit Erlebtem und Erlittenem

Im hier gezeigten Ausschnitt beschreibt Lola Sinz-Kronheimer, wie sie nach Kriegsende 1945 in Entnazifizierungsverfahren versuchte, Menschen zu helfen, die ihr während der NS-Diktatur geholfen hatten. Außerdem schildert sie die Auswirkungen der Massenarbeitslosigkeit zu Beginn der 1930er-Jahre, die Hitler und den Nationalsozialisten auch auf dem Land große Unterstützung gebracht habe. (nur Ton)

Signatur
tobre-133.03

Jerzy Skrzypzek KZ-Überlebender

Themen

KZ Dachau

Im hier gezeigten Ausschnitt spricht Jerzy Skrzypzek über seine Ankunft im KZ Dachau 1943 (Transportkolonnen, Baderaum, Kennzeichnung der Häftlinge).

Signatur
zz-0459.01
Referenzjahr
1943

Jerzy Skrzypzek KZ-Überlebender

Themen

Kriegsende 1945

KZ Dachau

Jerzy Skrzypzek erinnert sich, wie er kurz vor der Befreiung bei einem Arbeitskommando zum Bau von Doppelhaushälften für hohe SS-Offiziere eingesetzt war. In den letzten Tagen gab es immer wieder Fliegeralarm und Appelle. Das Lager sollte evakuiert werden, und die Nervosität unter den Wachmannschaften wurde immer größer. Dann kamen die Amerikaner und brachten unter großem Jubel der Häftlinge die Freiheit.

Signatur
zz-0460.01
Referenzjahr
1945

Jerzy Skrzypzek KZ-Überlebender

Themen

Kriegsende 1945

KZ Dachau

Wie die US-Truppen am 20.04.1945 das KZ Dachau befreiten, daran erinnert sich Jerzy Skrzypzek im hier gezeigten Ausschnitt. Viele Häftlinge konnten es zunächst nicht glauben und weinten vor Glück. Doch ein Schrecken blieb: Wer vom verseuchten Leitungswasser trank, bekam Durchfall und starb. Viele aßen auch zu schnell und zu viel von den Essensrationen, die die Amerikaner verteilten. Sie starben, weil ihre entkräfteten Körper es nicht verdauen konnten.

Signatur
zz-0461.01
Referenzjahr
1945

Gerty Spies KZ-Überlebende, Schriftstellerin

Themen

Holocaust / Shoah

Judendeportationen

Im hier gezeigten Ausschnitt schildert Gerty Spies ihre Deportation am 17. Juli 1942 in das KZ Theresienstadt.

Signatur
zz-0307.01
Referenzjahr
1942

Gerty Spies KZ-Überlebende, Schriftstellerin

Themen

Ausgrenzung von Juden im Alltag

Holocaust / Shoah

Judendeportationen

Die Holocaust-Überlebende Gerty Spies beschreibt ihre Gefühlslage, als sie im Sommer 1942 einen Brief erhielt, der ihre Deportation ankündigte.

Signatur
zz-0307.02
Referenzjahr
1942

Gerty Spies KZ-Überlebende, Schriftstellerin

Themen

Holocaust / Shoah

Judendeportationen

KZ Theresienstadt

Im hier gezeigten Ausschnitt beschreibt die Holocaust-Überlebende Gerty Spies ihre Ankunft im KZ Theresienstadt und ihren ersten Eindruck von den dort internierten Menschen.

Signatur
zz-0307.03
Referenzjahr
1942