Jüdisches Leben
in Bayern

Fürth Gemeinde

Spätestens ab dem 14. Jahrhundert unterstand Fürth einer Dreierherrschaft: Den Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, dem Bamberger Hochstift und der Reichsstadt Nürnberg. Zwischen 1440 und 1442 lebten vier jüdische Finanzleute auf Bamberger Gebiet. 1454 wird der vorläufig letzte Fürther Jude erwähnt. Ab 1528 gestattete Markgraf Georg der Fromme (reg. 1515-1543) die Rückkehr in seinen Teil der Ortschaft, und spätestens in den 1550er Jahren konnten sich Juden auch unter dem Bamberger Schutz in Fürth und dem heutigen Stadtteil Unterfarrnbach niederlassen. Der Hetze des evangelischen Pfarrer Johann Baptist Fabritius (1532-1578) entgegnete der Gemeindevorstand, sie würden "Herr Gott und seine Mutter ein Jedes in seiner Wirden wol bleiben lassen" und unterzeichnete mit "Nachparliche willige Diner Gemaine Juden zu Fürth". 

Die Bamberger und die Ansbachische Judenschaft in Fürth waren bis 1715 getrennt organisiert; dies äußerte sich auch in der Nutzung der Begräbnisstätten. Während die Ansbacher Schutzjuden ihre Toten auf dem 25 km entfernten jüdischen Friedhof in Baiersdorf bestatteten, mussten die Bambergischen den noch weiteren Weg bis nach Schnaittach zurücklegen. Erst als die dompröpstlichen Schutzjuden ein Grundstück auf dem bambergischen Grund zur Schaffung einer Begräbnisstätte erwarben, erhielt auch die Ansbacher Judenschaft in Fürth die Genehmigung, dort ihre Toten zu bestatten – unter der Voraussetzung, dass die Begräbnisgebühren weiterhin in die markgräfliche Schatulle gezahlt würden. Der erste Beigesetzte auf dem Fürther Friedhof war Vorsänger Ascher Anschel am 11. November 1607.

1615/16 wurde auf Bamberger Grund die spätere Fürther Hauptsynagoge, die "Altschul" errichtet. Der erste in einer langen Reihe von Fürther Rabbinern wurde Simson ben Joseph. Sein Nachfolger, der gebürtige Prager Sabbatai Scheftel Horwitz (1628-1662) fasste eine Achtung vor der Fürther Gemeinde in lyrische Worte: "Da erhob mich ein Sturmwind und trug mich in die heilige Gemeinde Fürth, eine kleine Stadt, in meinen Augen jedoch groß wie Antiochien, denn hier versammelten sich gelehrte Leute zum täglichen Studium". Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges nahmen sowohl das Bamberger Domstift als auch die Ansbacher Markgrafen weitere jüdische Familien in Fürth auf, um so die Bevölkerungsverluste zu kompensieren. Daher wurde bereits 1653 der Friedhof erweitert und mit einer Mauer umgeben. Neben dem damaligen Friedhofstor wurde am Standort der heutigen Rosenstraße 26 ein jüdisches Hospital für Kranke, Pfründtner und Wanderarme errichtet. Das Personal bestand aus einem Mediziner, einem Chirurgen, einer Hebamme und mehreren Hilfskräften, ab 1666 gehörte zum Anwesen auch das erste Taharahaus in Fürth.

Im ausgehenden 17. und im 18. Jahrhundert entwickelte sich Fürth zu einem bedeutenden Ort jüdischen Lebens in Franken. Die Konkurrenz der drei Lehensherren war günstig für die Ansiedelung jüdischer Familien in Fürth, weil sich jede Partei von ihnen wirtschaftliche Vorteile erhoffte. Außerdem kamen vor allem nach 1670, als Kaiser Leopold I. (reg. 1658-1705) alle Juden aus Wien und anderen Städten der Habsburger Monarchie vertreiben ließ, viele wohlhabende und gebildete Familien nach Fürth. Ein prominentes Beispiel ist der Apotheker Wolf Löw, Sohn des berühmten Heilkundigen Jehuda Löw aus Wien, der im heutigen Haus Königsplatz 2 ein Geschäft einrichtete.

1690 gründeten die Brüder Josef und Abraham Schneior 1690 eine hebräische Druckerei (heute Haus Königstraße 75), die unter anderem das arithmetische Rechenbuch des Fürther Mathematikers Naftali Hirsch ben Iesaia veröffentlichte. Eine noch heute populäre Episode erzählt, wie sich die Fürther Juden 1693 über den abendlichen Ruf der Nachtwächter "Ihr lieben Christen..." beschwerten und dieser daraufhin zu "Ihr lieben Herren..." abgeändert wurde.

Mit der Zeit wurde die Hauptsynagoge zu klein, um an hohen Festtagen alle Gläubigen zu fassen. 1697 erbaute man daher unmittelbar südlich der Altschul eine zusätzliche Gemeindesynagoge, die nach dem hebräischen Wort Kehilla ("Gemeinde") benannte "Kahlschul" oder auch "Neuschul". Nach einem jahrzehntelangen Streit erlangte das Bamberger Domstift die ungeteilte Obrigkeit über die gesamte Kultusgemeinde Fürth und gewährte mit dem Generalprivileg vom 2. März 1719 eine weitgehende Autonomie. Für innerjüdische Streitfälle gab es eine eigene Gerichtsbarkeit, auch über den Zuzug weiterer jüdischer Familien konnte der Gemeindevorstand selbst bestimmen. 1728 gab sich die Gemeinde mit den "Tekunot" eine eigene Gemeindeordnung. Das Regelwerk wurde in der Druckerei Schneior herausgegeben und beeinflusste viele weitere Gemeinden in Mittelfranken. Diese Privilegien ließ sich die Fürther Judenschaft nicht mehr nehmen und verteidigte sie im großen und ganzen erfolgreich bis zur Auflösung des Alten Reichs und der Eingliederung der Stadt in das Königreich Bayern.

Fürth blieb auch zu Beginn des 19. Jahrhunderts als "bayerisches Jerusalem" neben Würzburg ein bedeutendes jüdisches Bildungszentrum. An der Fürther Talmud-Tora-Schule (Jeschiwa) studierten viele spätere Rabbiner, die in Bayern, Deutschland, Europa und auch Nordamerika wirkten: Unter anderen Samson Wolf Rosenfeld (1780-1862), Abraham Joseph Reiss (1802-1862), Dr. David Einhorn (1809-1879). Der Fürther Kaufmann Elkan Henle (1761-1833) verfasste um 1800 seine prä-emanzipatorische Denkschrift "Über die Verbesserung des Judenthums", die er zunächst anonym und ein zweites Mal 1808 unter seinem Namen in der liberalen jüdischen Zeitschrift "Sulamith" publizierte. Henle unterstützte 1826 auch die Umwandlung der traditionellen Jeschiwa in eine moderne Rabbiner- und Lehrerbildungsanstalt, mit der Fürth seine Stellung für das deutsche Judentum behauptete.

Im Jahr 1811 machten Juden mit 2624 Personen rund ein Fünftel der Gesamtbevölkerung aus. Mit dem Judenedikt von 1813 beschränkte der bayerische Staat die maximale Zahl jüdischer Haushalte in Fürth auf 536; die Größe der Kultusgemeinde stagnierte daher bis 1861, während sich die Fürther Gesamteinwohnerzahl im gleichen Zeitraum nahezu verdoppelte. Anlässlich der staatlichen Kontrolle aller "Kellerquellen-Badeanstalten" im Herbst 1828 war ohnehin nur jene unter der Neuschul noch in Gebrauch, diese fand der Amtsgerichtsarzt aber in einem so guten Zustand vor, dass es zunächst bei kleinen baulichen Verbesserungen blieb. 

Aus den erhaltenen Akten zur Geschichte des Israelitischen Hospitals geht hervor, dass 1802 die medizinische Ausstattung des Krankenhauses verbessert wurde und es seit 1828 intensive Bemühungen um einen Neubau gab. 1839 erwarb die Kultusgemeinde ein Grundstück (heute Theaterstraße 36) und errichtete mit privaten Spenden und Stiftungen ein neues Krankenhaus, das am 1. November 1846 feierlich eingeweiht wurde. Das Hospital war sowohl für die Aufnahme von Kranken bestimmt, als auch für die Unterbringung von "Pfründnern" der Gemeinde: Verarmte Menschen, die nicht mehr für ihren Lebensunterhalt sorgen konnten. Mit der Einweihung des Krankenhauses wurde ein - nach den Plänen von 1841 im oberen Stockwerk vorgesehene - Betsaal eingeweiht. Für die Durchführung der Gottesdienste wurde das Amt eines "Vorsängers in der Hospitalsynagoge" geschaffen; zeitweise war dieses Amt - wie auch das eines Schochet - mit der Hospitalverwalterstelle verbunden.    

Am 21. März 1831 hielt Dr. Isaak Loewi (1803-1873) seine feierliche Amtseinweisung als neuer Fürther Rabbiner – vorausgegangen waren heftige Flügelkämpfe zwischen Modernisierern und Bewahrern. Zuletzt hatte der Staat diesen jungen, hochgelehrten und reformorientierten Geistlichen bestimmt. In seiner Antrittspredigt ließ Loewi keinen Zweifel an seinen Erwartungen: "Mit der Zeit fortzuschreiten, ist das Streben der Weisen, der Tor bleibt hinter der Zeit zurück". Am 3. Juni 1831 erließ Loewi gemeinsam mit dem Vorstand neue Regeln für die Gemeindesynagogen, die das Gebet zu einer stillen, kontemplativen Andacht wandelten. Bis September wurde die Altschul umgebaut, um möglichst vielen Gemeindemitgliedern das Reformjudentum näher zu bringen. Die orthodoxen Juden versammelten sich von da an verstärkt in der Neuschul oder einem der verbliebenen privaten Beträume. Im Februar 1828 untersagte der Magistrat das Maskieren am Purimfest sowie das Musizieren zu Purim und Chanukka, da es mit dem modernen, sprich säkularen Zeitgeist nicht mehr zu vereinbaren sei. Auch das Schulklopfen wurde im Sommer desselben Jahres als altertümliches Relikt verboten, da man die Gottesdienstzeiten problemlos im voraus bestimmen könne. Weit ins 20. Jahrhundert blieb jedoch der Fürther Eruv erhalten, ein mit Drähten markierter Bereich, innerhalb dessen am Schabbat Gegenstände getragen werden durften. Die aufkommende Straßenbeleuchtung rette ihn vor dem Reformeifer der Stadt, indem die Kultusgemeinde auf eigene Kosten zusätzliche Straßenlampen an den Drähten anbrachte und sich um deren Betrieb kümmerte.

Aufgrund der staatlich angeordneten Zentralisierung des Unterrichts und Kultus, aber auch auf Bitten von Rabbiner Dr. Loewi hin verfügte der Stadtmagistrat bis 1838 die Schließung der Jeschiwot, der Privatschulen, Stiftungssynagogen und privaten Beträume. Die Stiftungen selbst blieben aus rechtlichen Gründen bestehen, da aber in ihren Räumlichkeiten weder Gottesdienste noch Schulbetrieb stattfanden, verloren sie weitgehend an Bedeutung.

Fast das gesamte 19. Jahrhundert blieb durch den Konflikt zwischen konservativen Orthodoxen und reformorientierten Modernisten geprägt. Erst die Wahl des Rabbiners Dr. Jakob Immanuel Neubürger (187/75-1922) versöhnte 1875 beide Gruppierungen und stellten die Einheit zumindest oberflächlich wieder her. Neben den zwei Gemeindesynagogen entstanden insgesamt sieben dauerhaft eingerichtete jüdische Gotteshäuser oder "Schulen": Die Spitalschul, die Waisenschul, die Gabrielschul, Eisigschul und Rindskopfsche Schul sowie die "Studentenschul" im Schulhof.

Während viele Landgemeinden im Verlauf des 19. Jahrhunderts unter der Abwanderung ihrer Jugend litten, erlebte Fürth einen spürbaren Zuzug aus dem Umland. Mit der Zeit übernahm das Rabbinat Fürth die Verwesung immer weiterer Filialen. Bis 1903 gehörten die jüdischen Gemeinden in Fürth, Baiersdorf, Weisendorf, Langenzenn, Zirndorf, Diespeck-Neustadt a.d.Aisch, Uehlfeld, Sugenheim, Ullstadt, Wilhermsdorf mit Markt Erlbach, Scheinfeld mit Schnodsenbach sowie Bad Windsheim mit Ickelheim, Lenkersheim und Kaubenheim zum Fürther Bezirksrabbinat.

Die Vitalität der Kultusgemeinde zeigt sich nicht zuletzt in zahlreichen Projekten, mit denen die bereits vorhandenen Einrichtungen des jüdischen Lebens modernisiert wurden: 1834 mietete sie im Badehaus von Johann Höfler eine Warmwasser-Mikwe an und baute 1841 ein neues jüdisches Krankenhaus in der Theaterstraße 36. Aus dem Jahr 1862 stammt ein hebräisches Vollständiges Andachtsbuch zum Gebrauche in Kranktheits- und Sterbefällen (Bavarikon), welches bei der Druckerei S.B. Gusdorfer herausgegeben wurde. Um das Jahr 1865 besaß Fürth ein fast beispielloses Netzwerk jüdischer Sozialeinrichtungen, die alle durch die Kultusgemeinde, Spenden oder private Stiftungen unterhalten wurden. Das Jahr 1868 sah die Grundsteinlegung für eine jüdische Realschule (Blumenstraße 31) und den Neubau des bereits bestehenden, in Bayern einzigartigen Israelitischen Waisenhauses (Hallemannstraße 2). Letztere wurde in einem eindrucksvollen neoklassizistischen Repräsentationsstil errichtet. Im Jahr 1862 gründete der Hopfenhändler Wolf Wilhelm Mailaender (1820-1871) durch die Fusion zweier älterer Braustätten die Brauerei "W. L. Mailaender". Noch ein Jahr vor seinem Tod übernahm er den Ochsengarten und errichtete den "Fürther Prater". Seine Brauerei wurde von der Familie weitergeführt und expandierte weiter, unter anderem nahm sie an der Weltausstellung von 1879 in Sidney teil. Nach einem Umzug auf den Nottelberg im Westen der Stadt setzte sich ab 1883 der Name "Bergbräu" durch.

Bis zum Jahr 1900 wurden viele Institutionen der jüdischen Kultusgemeinde, auch die Synagogen immer wieder erweitert und dem Zeitgeschmack angepasst. König Ludwig II. (reg. 1864-1886) besuchte diese blühende Gemeinde im Jahr 1866 und ließ sich in der Altsynagoge von einer Predigt des Rabbiners Loewi zu Tränen rühren. Der Fürther Bortenfabrikant Gabriel Löwenstein (1825-1911) war ein führendes Gründungsmitglied der Sozialdemokratie. Er arbeitete als Redakteur im – von ihm mitgegründeten – "Fürther Demokratischen Wochenblatt" und später in der daraus hervorgegangenen Fränkischen Tagespost. Erst 1884 zog er nach Nürnberg um. Von 1893 bis 1905 saß er als SPD-Abgeordneter für den Wahlkreis Nürnberg im Bayerischen Landtag. 

Mit der Mannheimer-Synagoge komplettierte sich 1896 das beeindruckende Ensemble am sogenannten (Juden-)Schulhof: Dieser Bereich war bereits seit 1705 mit einer Mauer umgeben und an beiden Straßen mit Toren begrenzt, die zuletzt auch nachts offenstanden. Er vereinte viele Einrichtungen jüdischen Lebens und erstreckte sich von der Königstraße zur Mohrenstraße. Die Hauptsynagoge in ihrem Zentrum wurde von der Neu- und der Mannheimer Synagoge flankiert. Neben der Neusynagoge befand sich das Schlachthaus, im Volksmund "Scharre" genannt. Das Rabbinerhaus mit Gemeindebüros und Bibliothek im Erdgeschoss (Schulhof 6), ein weiteres Ritualbad und die Klaus (Schulhof 5) lagen nördlich der Hauptsynagoge. Im östlichen Teil des Schulhofs stand das Häuschen des Synagogendieners, welches ebenfalls einen Betsaal beherbergte. Die Seitengasse, die über den Schulhof zwischen der Königstraße und der Mohrenstraße führte, wurde am 14. Mai 1889 offiziell in "Israelitischer Schulhof" umbenannt. Ein 3D-Modell des Jüdischen Museums Franken zeigt den Gebäudekomplex des Schulhofs um 1900.

Um die Jahrhundertwende zogen etlicher "Ostjuden" aus Galizien und Russland nach Fürth, die vor den Pogromen aus dem Zarenreich geflohen waren. Auch von vielen einheimischen jüdischen Familien wurden die meist armen und streng orthodoxen Immigranten aus Osteuropa eher als unwillkommene Fremde wahrgenommen. Der Aussage eines Zeitzeugen nach waren manche "peinlich berührt von der ‚galizischen‘ Redeweise, der fremdartigen Kleidung, dem abweichenden Verhalten, und man fürchtete, dass jedes Eintreten für diese Menschen den glimmenden Antisemitismus zu hellen Flammen anfachen könnte". Bis zu Beginn der 1930er Jahre blieben die "Ostjuden" daher vom Wahlrecht der IKG ausgeschlossen.

1906 eröffnete auf dem Grundstück Erlanger Straße 97 ein neuer jüdischer Friedhof. Bereits 1901/02 hatte dort Adam Egerer ein Taharahaus im Stile der Neorenaissance errichtet. Im frühen 20. Jahrhundert zeichneten sich Fürther Juden durch ein hohes soziales Engagement aus, von dem zunehmend auch städtische Projekte zum Wohl der Allgemeinheit profitierten. Der Bleistiftfabrikant Heinrich Berolzheimer (1836-1906) finanzierte gemeinsam mit seinen in New York lebenden Söhnen ein Volksbildungsheim mit öffentlicher Bibliothek und Vortragsraum in der Theresienstraße 1 (heute Comödien-Platz 1), genannt "Berolzheimerianum". 1906 stiftete Rechtsanwalt Alfred Nathan (1870-1922) im Gedenken an seine Eltern 300.000 Mark zum Bau des Nathanstifts, eines Wöchnerinnen- und Säuglingsheims. Es wurde 1909 in der Tannenstraße 19 eröffnet und durch Spenden erhalten. 1911 stiftete die Witwe Martha Krautheimer (1875-1967) eine hohe Summe zum Bau der "Krautheimer Krippe", die 1912 in der Maistraße 18 öffnete. Auch die Ausgestaltung des Fürther Stadtparks, die Lungenheilanstalt im Stadtwald und die Errichtung vieler öffentlicher Brunnen wurden maßgeblich durch Spenden jüdischer Bürger ermöglicht. Die Vereine "Bikur Cholim" (Krankenunterstützungsverein) und "Auhawe Tauroh" (Verein zur Pflege des Torastudiums) sowie weitere kleinere Gruppierungen versammelten sich in angemieteten Räumen. Trotz dieser Integration in das städtische Leben blieb in der Erinnerung von Zeitzeugen eine gewisse Ambivalenz im täglichen Miteinander. Der jüdische Schriftsteller Jakob Wassermann (1873-1934) verbreitete diese zwiespältigen Eindrücke seiner Fürther Kindheit in der 1921 publizierten Autobiographie "Mein Weg als Deutscher und als Jude" (S. Fischer Berlin). 

Während des Ersten Weltkriegs dienten 467 Fürther Juden als Soldaten. Nach unterschiedlichen Gedenktafeln fielen 34 oder 58 von ihnen. Einer der Toten war Amtsrichter Dr. Friedrich Neubürger, der Sohn des Fürther Rabbiners Dr. Jakob Immanuel Neubürger (1847-1922). In den 1920er und zu Beginn der 1930er Jahren blieb vor allem die schwierige Wirtschaftslage das Hauptproblem der Kultusgemeinde, jedoch wurden bereits 1928 und 1930 durch unbekannte antisemitische Straftäter Grabsteine auf dem alten Friedhof umgeworfen.

Nur wenige Wochen nach der Machtübernahme der NSDAP wurden zwei junge Fürther Opfer des neuen Unrechtsregimes. Dr. Rudolf Benario und Ernst Goldmann standen der Kommunistischen Partei nahe, sie kamen Anfang März in Haft, wurden am 11. April in das Konzentrationslager Dachau verschleppt und dort zwei Tage später erschossen. Seit dem Sommer 1933 blieben die Tore des Schulhofes bis kurz vor Beginn der Gottesdienste wieder geschlossen. Die NSDAP-Ortsgruppe ließ die jüdischen Stifter- und Straßennamen tilgen und ruf zum Boykott jüdischer Geschäfte auf. Die Kultusgemeinde musste zunehmend weltlichere Aufgaben übernehmen, vor allem unterstützte sie Ausreisewillige bei der Emigration, half bei Visumsanträgen und gab Sprach-, Handels- oder Nähkurse. Von 1931 bis 1934 verdoppelte sich die Schülerzahl der Israelitischen Realschule insbesondere durch den Zustrom landflüchtiger Familien.

Die abendliche Gedenkfeier für den 1923 gescheiterten Hitler-Ludendorff-Putsch am 9. November 1938 war auch in Fürth das Initial der Novemberpogrome. Der Schulhof wurde gestürmt, geplündert, und in Brand gesteckt. Verwüstet wurden die zahlreichen jüdischen Vereins- und Beträume, Geschäfte geplündert, der alte Friedhof geschändet. An eine Wand der Realschule schmierte man die Worte „Juda verrecke! Rache für Paris!“, womit der Mord am Diplomaten Ernst Eduard vom Rath in Paris durch den polnischen Juden Herschel Grynszpan gemeint war. Gegen 2 Uhr nachts versammelten SA-Männer nahezu sämtliche Mitglieder der jüdischen Gemeinde, einschließlich der 42 Kinder aus dem Waisenhaus auf dem Schlageterplatz, der heutigen Fürther Freiheit. Die Menschen standen einige Stunden in der Kälte, bevor man sie einstweilen im Berolzheimerianum einsperrte. Unter Zwang verkaufte der Vorstand sämtliche Immobilien der Kultusgemeinde zum Spottpreis von 100 Mark an die Stadt Fürth. Sämtliche Gebäude auf dem Schulhof wurden bis April 1939 vollständig abgerissen, auch das Taharahaus und das alte jüdische Krankenhaus verschwanden. In das Gebäude der Realschule zog die NS-Wohlfahrt. Auf dem alten Friedhof legte man einen Löschwassertümpel an, der zahlreiche Gräber vernichtete. Die jüdische Bergbräu wurde zum 7. Januar 1939 arisiert. Im Jahr 1943 wurde das Israelitische Krankenhaus in der Theaterstraße endgültig geschlossen und als Hilfslazarett verwendet.

Von 1933 bis 1941 konnten noch 1400 Jüdinnen und Juden aus Fürth emigrieren, bis die Deportationen begannen. Unter ihnen war die Familie von Heinz Alfred Kissinger, der 1923 in Fürth zur Welt kam und seine Kindheit in der Marienstraße 5 verbrachte. 1938 flohen die Kissingers in die USA, 1943 erhielt Heinrich die amerikanische Staatsbürgerschaft und änderte seinen Namen zu Henry Kissinger. Als späterer Politikwissenschaftler, Politiker und US-Außenminister ist der Nobelpreisträger eine prägende Figur des Kalten Krieges.

09. 1992

Niemand hat auf uns gewartet! - Mary Sara Rosenberg - Buchhändlerin in New York

Autor: Norbert Schmidt.

Länge: 12 Min.

© Medienwerkstatt Franken


Im Jahre 1939 emigriert die jüdische Buchhändlerin Mary S. Rosenberg von Fürth nach New York - dort gründet sie die erste und einzige deutsche Buchhandlung und leitete sie über 50 Jahre lang. Nur wenige Wochen vor ihrem Tod im Alter von 92 Jahren hat die Bildstörung sie in ihrem Laden am Central Park besucht und sie nicht nur zu ihrem Buchhändlerinnenleben befragt.


Eine Transkription des Films finden Sie hier: NIEMAND_HAT_GEWARTET.pdf

1945 bildete sich kurz nach der Befreiung Fürths durch US-amerikanische Truppen ein Komitee für jüdische Angelegenheiten. Ihr Ziel einer Erneuerung des jüdischen Lebens wurde durch die Ankunft zweier Männer gestärkt, deren Wirken für die Gemeinde prägend sein sollte: Der gebürtige Galizier Jean Mandel (1911-1974) und der orthodoxe Rabbiner David Spiro (1901-1970). Die Amerikanische JOINT unterstützte das vorhaben: Fürth sollte an seine jahrhundertealte jüdische Tradition anknüpfen.

Ebenfalls 1945 kamen einige hundert Überlebende der Konzentrationslager nach Fürth, sogenannte Displaced Persons (DPs). Sie wurden von der US-Armee in zwei Camps (engl. Lager) untergebracht. Ein Lager entstand auf der Hardhöhe im Westen der Stadt, wo eine genossenschaftliche Wohnsiedlung mit rund 50 Häusern requiriert wurde. Das Areal an der Hardstrasse lag direkt neben dem Fabrikgelände der Maschinenfabrik Bachmann & Blumenthal, zu dem auch ein kleiner Flugzeuglandeplatz gehörte. Daher kommt die etwas verwirrende Bezeichnung "Camp for Jews at the Airfield in Furth", die in einigen offiziellen Dokumenten der US-Armee auftaucht. Die DPs selbst tauften ihr Lager "Or Chadasz" (dt. Neues Licht). Auf der Hardhöhe sollten etwa 600 DPs Platz finden, doch schon bald war es überfüllt. Die logistisch überforderten US-Behörden beschlagnahmten Mitte Oktober 1945 drei weitere angrenzende Wohnblocks. Trotzdem blieb die Lage angespannt, bis in der genossenschaftlichen Wohnsiedlung am Finkenschlag ein weiteres Lager eingerichtet wurde. Im Januar 1946 gab es zwei jüdische Wohngebiete in der Stadt mit insgesamt 1.017 Personen, bis schließlich alle DPs in das größere und besser ausgestattete Viertel am Finkenschlag umziehen konnten. An die 300 Personen hätten wegen des begrenzten Raumes nach Bamberg umgesiedelt werden sollen, was jedoch heftigen Protest der DP-Gemeinde und große Medienaufmerksamkeit erregte. Ob die Umsiedelung letztendlich vollständig stattfand, ist unsicher. Trotzdem entspannte sich die Situation merklich, vor allem weil Laufe des Jahres auch in anderen fränkischen Ort zur Verfügung gestellt wurde.

Die meisten DPs im Finkenschlag waren Familien mit Kindern, die vor allem ein normales Leben führen wollten und sich entsprechend weigerten, die Großküchen der Militärbehörden zu benutzen. Allerdings hab es eine koschere Küche, die täglich 200 orthodoxe Jüdinnen und Juden versorgte. Durchchnittlich lebten nun 750 Menschen im Camp. Sie wurden vom anerkannten orthodoxen Gemeinderabbiner David Spiro betreut, der auch eine Thora-Talmud-Schule leitete. Eine Lagerbibliothek enthielt 400 Bände, es gibt Hinweise auf eine Laienschauspielgruppe und einen Sportclub mit Angeboten wie Fußball, tennis, Volleyball und Boxen. Die Fußballmanschaft gehört zu den Gründungsmitgliedern der jüdischen Liga im Bezirk Franken, die nur DP-Sportler aufnahm. Kinder besuchten eine lagereigene Volksschule, die kleineren einen Kindergarten. Außerdem gab es eine ORT-Schule, die mit Lehrgängen zu handwerklichen Berufen auf das Pionierleben in Israel vorbereiten sollte. Im 30km entfernten Forchheim öffnete Lagerpräsident Emil Kroo Anfang 1947 eine Webschule, die er auch selbst leitete. Gottesdienste feierte man zunächst im Fürther Stadttheater, dann in der Synagoge des ehemaligen jüdischen Waisenhauses, die im September 1945 neu geweiht wurde. Zusätzlich existierte von 1945 bis 1951 im Schloss Faber-Castell eine Synagoge für Angehörige der US-Armee sowie für Beteiligte der Nürnberger Kriegsprozesse.

Nach der Gründung des Staates Israel 1948 verließen die meisten DPs Fürth, andere blieben und schlossen sich der neu gegründeten IKG Fürth an. An die DP-Gemeinde erinnert heute nur noch ein Gedenkstein für die Opfer der Shoah, den die DPs bereits 1946 im Lager Finkenschlag errichtet hatten. nachdem das Lager geschlossen wurde, übernahm es die IKG Fürth und stellte es auf dem jüdischen Friedhof auf.

Anfang 1946 wurde die "Jüdische Gemeinde Fürth" – seit 1953 umbenannt in "Israelitische Kultusgemeinde Fürth" – offiziell wieder gegründet. Sie versteht sich als legitime Rechtsnachfolgerin der in der NS-Zeit aufgelösten Fürther Urgemeinde. In den 1950er Jahren entwickelte sie trotz sinkender Mitgliederzahlen eine rege Aktivität mit Religionsunterricht, Veranstaltungen, Vorträgen und regelmäßigen Clubabenden. Erst 1954 – nach einem langwierigen Restitutionsverfahren – bekam Fritz Mailaender (1897-1984) seine Brauerei und alle seine dazugehörigen Liegenschaften wieder. Die Marke Bergbräu bestand noch bis ins Jahr 1977, Spuren sind bis heute überall in Fürth zu finden.

Mitte der 1960er baute sie die ehemalige Realschule zu einem Gemeindezentrum um, im ehemaligen Krankenhaus richtete sie Wohnungen ein. Auch das ehemalige Waisenhaus wurde instand gesetzt. Während dieser Zeit nutzte die Kultusgemeinde etwa zwei Jahre lang den jüdischen Betraum des US-Militärs. Die "Jewish Chapel" im dritten Stock der William-O‘Darby-Kaserne blieb die einzige ausschließlich jüdische Militärkapelle der US-Army in Deutschland und bestand von 1960 bis 1996. Die Arbeiten am Waisenhaus kamen 1967 zum Abschluss; neben der Synagoge, die am 9. Juli 1967 als offizielle Gemeindesynagoge neu eingeweiht wurde, befinden sich im Gebäude heute Wohnungen, eine Mikwe, eine koschere Küche und ein Raum für das Laubhüttenfest. Die Verwaltung der IKG hat ihren Sitz in der ehemaligen jüdische Realschule (Blumenstraße 31). Das ehemalige Neue Israelitische Krankenhaus (Theaterstraße 36) wurde seit Dezember 1945 als Kindergarten, Religionsschule, Mazzes-Bäckerei und aktuell als Wohnhaus und Altenheim genutzt.

Von den erhaltenen Häusern, in denen sich früher ebenfalls jüdische Beträume befanden, fielen etliche der städtebaulichen Entwicklung zum Opfer, darunter das erste Waisenhaus sowie die Rindskopfsche Schul. Seit 1986 erinnert am Platz des ehemaligen Schulhofs in der heutigen Geleitsgasse ein Denkmal des in Fürth lebenden japanischen Künstlers Kunihiko Kato (* 1945) an die Zerstörung der Synagogen. Anlässlich der Ausstellung "Geschichte und Kultur der Juden in Bayern" 1988/1989 erstellte das Haus der Bayerischen Geschichte einen Rundgang durch die Innenstadt von Fürth . Die Route zeigt Beispiele jüdischen Mäzenatentums und beginnt vor dem Centaurenbrunnen auf dem Bahnhofplatz, Gesamtstrecke ca. 5km.

Auf dem Neuem Jüdischen Friedhof wurde 1997 ein Denkmal für die Fürther Opfer der Shoah enthüllt und im selben Jahr Tafeln im Taharahaus mit den Namen aller ermordeten Jüdinnen und Juden angebracht. Durch eine akribische Forschungsarbeit der ehemaligen Gemeindevorsitzenden und Historikerin Gisela Naomi Blume (*1938) konnte man die Tafeln im Jahr 2009 um weitere 183 Personen erweitern. Eine Gedenktafel im Eingangsbereich der Gemeindesynagoge erinnert seit 1998 an jene verschleppten Kinder und Lehrer des Waisenhauses, die im Todeslager Izbica den Tod fanden. Nach elfjähriger Planung eröffnete 1999 in Fürth das „Jüdische Museum Franken“ in der Königstraße 89. In einem historischen Gebäude mit einer modernen, 2018 errichteten Erweiterung zeigt es neben einer Dauerschau und wechselnden Sonderausstellungen auch eine original erhaltene Mikwe. Sogenannte „Stolpersteine“ zum Gedenken an einzelne Opfer der Schoah wurden bislang auf Wunsch des Fürther Ältestenrats nicht verlegt. Zum 150. Geburtstag von Jakob Wassermann (1873-1934) hat der in Berlin lebende amerikanische Künstler Arnold Dreyblatt eine Installation für das Jüdische Museum Franken in Fürth geschaffen, die Wassermanns autobiografisches Werk „Mein Weg als Deutscher und Jude“ in den Mittelpunkt rückt. 


(Patrick Charell)

Jüdische Farrnbacher werden erstmals 1551 in einem Beschwerdebrief des Nürnberger Stadtrats erwähnt, weil sie sich innerhalb des städtischen Burgfriedens trotz eines Verbots als Händler betätigten. Die Gemeinde bestand zuweilen aus 21 Familien und konzentrierte sich um den sogenannten „Judenhof“, einem Ensemble aus Gebäuden im Bereich der Häuser Unterfarrnbacher Straße 152-164. Ihre Toten bestatte sie auf dem jüdischen Friedhof in Fürth, besaß jedoch eine eigene Synagoge, die noch vor 1764 erworben wurde. Nach allem, was bislang bekannt ist, lebte die Mehrzahl der jüdischen Unterfarrnbacher nach der Wende zum 19. Jahrhundert in dürftigen Verhältnissen. Spätestens ab den 1820er-Jahren besuchten die wenigen jüdischen Kinder die örtliche Elementarschule und gingen zum Religionsunterricht ins nahe Fürth. Eine Mikwe gab es zu dieser Zeit nicht, bei Bedarf wurde ein Ritualbad in Fürth genutzt. Die schrumpfende Gemeinde versank in zunehmender Bedeutungslosigkeit; als zuletzt die vorgeschriebenen zehn männlichen Mitglieder nicht mehr zusammenkamen, verfügte die Regierung von Mittelfranken am 19. August 1863 die Auflösung der israelitischen Kultusgemeinde Unterfarrnbach und ihre Eingliederung in das Rabbinat Fürth. 

Bevölkerung 1910

Literatur

  • Gesellschaft für Familienforschung in Franken / Staatliche Archive Bayerns (Hg.): Staatsarchiv Bamberg - Die 'Judenmatrikel' 1824-1861 für Oberfranken. Nürnberg 2017. Ggf. digital (Reihe A: Digitalisierte Quellen, 2 = Staatliche Archive Bayerns, Digitale Medien 4).
  • Barbara Ohm: Geschichte der Juden in Fürth. Fürth 2014.
  • Aubrey Pomerance: Die Memorbücher der jüdischen Gemeinden in Franken. In: Michael Brenner / Daniela F. Eisenstein (Hg.): Die Juden in Franken. München 2012, S. 95-113.
  • Gisela Naomi Blume: Die Israelitische Waisenanstalt Fürth. In: Fürther Geschichtsblätter 3 (2010), S. 59-86.
  • Barbara Eberhardt / Frank Purrmann: Fürth. In: Wolfgang Kraus, Berndt Hamm, Meier Schwarz (Hg.): Mehr als Steine... Synagogen-Gedenkband Bayern, Bd. 2: Mittelfranken. Erarbeitet von Barbara Eberhardt, Cornelia Berger-Dittscheid, Hans-Christof Haas und Angela Hager unter Mitarbeit von Frank Purrmann und Axel Töllner mit einem Beitrag von Katrin Keßler. Lindenberg im Allgäu 2010, S. 249-333.
  • Jim G. Tobias: Vorübergehende Heimat im Land der Täter. Jüdische DP-Camps in Franken 1945-1949. Nürnberg 2002, S. 89-96.
  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege / Michael Petzet (Hg.) / Gertrud Glasgow / Joachim Sowieja (Hg.): Denkmäler in Bayern, Bd. V.61: Stadt Fürth. Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Denkmäler. München / Berlin 1994, S. 60f., 140-143, 400f.
  • Manfred Treml: Elkan Henle (1761–1833), ein Vorkämpfer für die Judenemanzipation. In: Ders. / Wolf Weigand Hg.): Geschichte und Kultur der Juden in Bayern: Lebensläufe. München 1988 (= Veröffentlichungen zur bayerischen Geschichte und Kultur 18), S. 59-62.
  • Ilse Sponsel: David Morgenstern (1814–1882), der erste jüdische Landtagsabgeordnete in Bayern. In: Manfred Treml / Wolf Weigand (Hg.): Geschichte und Kultur der Juden in Bayern. München 1988 (= Lebensläufe Veröffentlichungen zur bayerischen Geschichte und Kultur 18), S. 129-134.
  • Gerhard Renda: Fürth, das "bayerische Jerusalem". In: Haus der Bayerischen Geschichte / Manfred Treml / Josef Kirmaier / Evamaria Brockhoff (Hg.): Geschichte und Kultur der Juden in Bayern – Aufsätze. München 1988 (= Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur 17), S. 225-236.
  • K. statistisches Landesamt: Gemeindeverzeichnis für das Königreich Bayern. Nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und dem Gebietsstand von 1911. München 1911 (= Hefte zur Statistik des Königreichs Bayern 84), S. 172.