Max Süßheim, Sohn eines erfolgreichen jüdischen Hopfenhändlers, wuchs in einem liberalen Umfeld auf, obwohl seine Mutter religiös war. Sein Großvater war David Morgenstern (1814-1882), der erste jüdische Abgeordneter in Bayern, sein jüngerer Bruder der Orientalist Prof. Karl Süßheim (1878-1947) . Entgegen den Erwartungen seines Vaters entschied sich Max Süßheim für ein Jurastudium und wurde später ein engagierter Sozialdemokrat. Von 1907 bis 1920 saß er als SPD-Abgeordneter für den Wahlkreis Nürnberg im bayerischen Landtag. Nach dem Sturz der Monarchie war er Mitglied im Provisorischen Nationalrat und danach erneut im Bayerischen Landtag. Bis zu seinem Tod durch einen Herzinfarkt 1933 blieb er eine prägende Figur des öffentlichen Lebens in Nürnberg. Er engagierte sich in verschiedenen kulturellen und politischen Bereichen seiner Vaterstadt, außerdem kämpfte er gegen den wachsenden Einfluss der Nationalsozialisten.
Jüdisches Leben
in Bayern
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Max Süßheim Politiker, SPD-Landtagsabgeordneter
GND: 134255542
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