Jüdisches Leben
in Bayern

Isidor Rosenthal Mediziner (Physiologie)

geb. 16.07.1836, Labischin (Łabiszyn)
gest. 02.01.1915, Erlangen

Wirkungsort: Erlangen

Isidor Rosenthal kam als Sohn eines jüdischen Landarztes im damals preußischen Labischin bei Bromberg zur Welt und studierte Medizin in Berlin. Nach seiner Promotion er wurde Assistent des Physiologen Prof. Emil Du Bois-Reymond, 1862 konnte er habilitieren. Im Jahr 1872 folgte er einem Ruf als Professor der Physiologie und Direktor des Physiologischen Instituts an der Universität Erlangen. Seit 1882 war er Mitherausgeber des "Biologischen Centralblatts". Für seine zahlreichen Verdienste um die Wissenschaft, die international Anerkennung fanden, erhielt Prof. Rosenthal zum Neujahrsfest 1885 durch König Ludwig II. von Bayern (reg. 1864-1886) das Ritterkreuz erster Klasse des St. Michael-Verdienstordens verliehen. Aus seiner Ehe mit Anna geb. Höber (1841-1928) entspross der spätere Pathologe Prof. Werner Rosenthal (1870-1942).

GND: 116626062
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