Durch seinen Vater, Rabbiner Salomon Seligmann Pappenheimer (1740-1814) genoss Heymann Pappenheimer eine gediegene Bildung im Geist der Aufklärung. Ende der 1780er Jahre arbeitete er als Hauslehrer für den Pferdehändler Julius in Altona. Als glühender Befürworter der Französischen Revolution übersetzte Pappenheimer deren Verlautbarungen und arbeitete 1792-96 als Journalist. Er war u.a. Mitglied der Freimaurerloge "Einigkeit und Toleranz", der "Philanthropischen Gesellschaft" sowie des von Juden gegründeten Vereins "Ressource". In Paris lernte er den Revolutionär Emmanuel Joseph Sieyès (1748-1836) kennen. Als Georg Heinrich Sieveking (1751-1799) im Auftrag des Hamburger Senats 1796 nach Paris reiste, begleitete ihn Pappenheimer und hielt sich ab da häufig in der französischen Hauptstadt auf. Aron Elias Seligmann (1747-1824) arrangierte die Ehe mit seiner Tochter Tochter Fanni (1774-1758), aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor. Pappenheimer zog 1803 mit seinem Schwiegervater nach München und wurde Hofbankier. Hier und in Paris traf er sich mit Heinrich Heine. 1817 wurden ihm für seine Verdienste der erloschene Titel und Wappen "von Kerstorf" übertragen.
Jüdisches Leben
in Bayern
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Heinrich Sigmund (Heymann Salomon) Pappenheimer von Kerstorf Hofbankier und Kaufmann, revol. Publizist
GND: 116143193
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