Jüdisches Leben
in Bayern

Gustav Landauer Schriftsteller, Revolutionsführer der Münchner Räterepublik

geb. 07.04.1870, Karlsruhe
gest. 02.05.1919, München

Wirkungsort: München

Landauer wuchs unter dem Eindruck der Schriften Schopenhauers und Nietzsches auf und beschäftigte sich unter dem Eindruck der Bismarck'schen Politik schon früh mit der Arbeiterfrage. Kurz vor der Jahrhundertwende bricht Landauer in Berlin sein Studium ab und betätigt sich als Schriftsteller und Übersetzer. Bekannt wurde Landauer als Vertreter eines anarchistischen, antiautoritären Sozialismus. Der Erste Weltkrieg bedeutete eine tiefe Zäsur in seinem Leben. Nach der Novemberrevolution von 1918 in München beteiligte er sich auf Einladung von Kurt Eisner im provisorischen Nationalrat am Aufbau der Räterepublik. Nach deren Niederschlagung 1919 wurde Landauer verhaftet und hingerichtet. Er hinterließ drei Töchter. Seine Frau Hedwig Lachmann (1865-1918) war eine bekannte Schriftstellerin und Übersetzerin englischer Klassiker. Sie starb bereits 1918 an der Spanischen Grippe in Krumbach.

GND: 118569074
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