Jüdisches Leben
in Bayern

Ruwen (Robbi) Waks 1949-1957 Bewohner des DP-Lagers Föhrenwald; Historiker

Copyright: Haus der Bayerischen Geschichte (Dr. Sybille Krafft)

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Robbi Waks über die Rolle der Religion innerhalb seiner Familie, den Besuch der jüdischen Grundschule und seine dortigen Erlebnisse.

Biogramm

Ruwen (Robbi) Waks wurde 1947 im Displaced-Persons-Lager Ziegenhain/Hessen als erster Sohn seiner jüdischen Eltern geboren. Da seine Eltern ihn nach seinem Großvater benannt hatten, in dessen Schatten er immer zu stehen schien, entschied Ruwen, sich künftig Robbi nennen zu lassen. Nach mehreren kurzen Aufenthalten in verschiedenen Flüchtlingslagern fand die Familie 1949 im DP-Lager Föhrenwald, südlich von München, Zuflucht. Bis zur Auflösung des Lagers im Jahre 1957 lebte die Familie dort. Robbis Vater eröffnete in Föhrenwald einen Textilgroßhandel und wurde zum Arbeitgeber für viele DPs. Robbi erinnert sich mit überwiegend positiven Gefühlen an seine Kindheit im Lager. Nach der Auflösung des Lagers zog die Familie nach Düsseldorf, wo Robbi ein Gymnasium besuchte. Er unterbrach seine Ausbildung kurz, um 1967 als Soldat im Sechs-Tage-Krieg für Israel zu kämpfen. Nach dem Abitur emigrierte er nach Israel und wurde Historiker. Er lebt bis heute in Israel, fühlt sich aber immer noch mit Deutschland sehr verbunden.

Themen
  • Jüdische DPs (Displaced Persons)
  • Jüdisches Leben
  • Kindheiten in Bayern
  • Schulunterricht / Schulzeit
Signatur: zz-1828.03
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