Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Klara Pradelski über den zunehmenden Verlust der jüdischen Kultur in der Gegenwart.
Klara Pradelski wurde 1916 in Bielitz in Oberschlesien geboren. Sie erlebte den Beginn des Zweiten Weltkriegs in Kattowitz. Als Jüdin floh sie mit ihrem Mann nach Tarnow, wurde aber dort zuerst im Getto interniert und kam dann in das Zwangsarbeitslager Plaszow. Vom August bis Oktober 1944 war sie im KZ Auschwitz interniert und wurde anschließend in das Arbeitslager Liebau in Niederschlesien überstellt, wo sie die Befreiung erlebte. Nachdem sie erfahren hatte, dass ihre Angehörigen alle umgekommen waren, siedelte sie nach Bayern über, heiratete wieder und baute sich in München nach gescheiterten Auswanderungsversuchen (u.a. 1950/51 in die USA) eine neue Existenz als Geschäftsinhaberin auf.
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