Jüdisches Leben
in Bayern

Irving Heymont US-Besatzungssoldat

Copyright: Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)

Im hier gezeigten Ausschnitt spricht Irving Heymont über den Schwarzmarkt während der Besatzungszeit (Tausch von Zigaretten und anderen Waren, Verhaftungen).

Biogramm

Irving Heymont wurde 1918 in Brooklyn, New York in eine jüdische Familie geboren. Seine Eltern stammten aus der Ukraine und aus Rumänien. Nach dem College-Abschluss 1937 trat er in die US-Army ein und war u.a. von 1940 bis 1943 in Panama stationiert. Ende 1944 wurde seine Infanterie-Division nach Europa verlegt und er erlebte den Einmarsch in Deutschland und das Kriegsende 1945 als Besatzungssoldat mit. Nach der Demobilisierung war Irving Heymont für die Verwaltung des DP-Lagers in Landsberg verantwortlich. Nach der Übernahme des Lagers durch die UNRRA (United Nations Relief and Rehabilitation Administration) wurde Colonel Heymont mehrfach versetzt und schließlich Chef der Atomwaffen-Abteilung im Hauptquartier der US-Streitkräfte in Heidelberg. Nach seiner Pensionierung war er für eine amerikanische Militärberatungsfirma tätig und erhielt u.a. Aufträge der Israelischen Armee. 1981 ging er in Ruhestand. 2019 ist Iriving Heymont in Fairfax, VA (USA) verstorben.

Themen
  • Alltag in der Nachkriegszeit
  • Jüdische DPs (Displaced Persons)
  • Oberbayern
Signatur: zz-0228.01
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