Der Standort der hochmittelalterlichen Synagoge der jüdischen Gemeinde in Münnerstadt wird im Bereich "Finstere Gasse 6" vermutet. 1352 übertrug Gräfin Jutta von Henneberg in Ausübung des gräflichen Judenregals das Synagogengebäude der Stadt Münnerstadt. Die jüdische Gemeinde dürfte im Verlauf der Pestpogrome 1348/49 ermordet oder vertrieben worden sein. Am Ort der einstigen Synagoge wurde zunächst eine Kelterhalle des Augustinereremitenklosters errichtet. Das später als Bierkeller genutzte Gebäude ist mit "1567" bezeichnet. Das Gebäude ist im Bayerischen Denkmal-Atlas verzeichnet.
Literatur
- Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation. 2. Aufl. München 1992 (= Bayerische Landeszentrale für politische Bildung A85), S. 102.
- Germania Judaica. Band II: Von 1238 bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts, Tübingen 1968, 2. Halbband, S. 559.
