Jüdisches Leben
in Bayern

Mönchsdeggingen Synagoge

Von 1684 bis 1734 wurde eine erste Synagoge in einem 1542 erbauten Haus eingerichtet, das erhalten ist und als Wohnhaus genutzt wird (Albstraße 20). Eine Gedenktafel erinnert an diesem Haus an seine Funktion als ehemaliger Synagoge.

Eine zweite Synagoge wurde von 1734 bis 1828 benutzt. In diesem Bau unterhielt die jüdische Gemeinde bis 1827 auch eine eigene Schule.

Wegen Raummangels wurde das Gebäude abgebrochen und an ihrer Stelle 1826-28 eine dritte Synagoge erbaut, die bis zur Auflösung der jüdischen Gemeinde 1879 verwendet wurde. 1882 wurde das Gebäude verkauft und noch im selben Jahr abgebrochen (Standort Römerstraße 11).

Ein Gedenkstein für diese beiden Synagogen trägt diese Inschrift: "In diesem Obstgarten Hs. Nr. 52 alter Ordnung stand von 1734 bis 1828 die zweite und von 1828 bis 1879 die dritte Synagoge der im letztgenannten Jahre aufgelösten Israelitischen Kultusgemeinde Deggingen".   

Bilder

Literatur

  • Harburger, Theodor: Die Inventarisation jüdischer Kunst- und Kulturdenkmäler in Bayern, hg. von den Central Archives for the History of the Jewish People, Jerusalem, und dem Jüdischen Museum Franken – Fürth & Schnaittach., 3 Bde., Fürth 1998, Bd. 3, S. 389-393
  • Schönhagen, Benigna Hg.): "Ma tovu ... Wie schön sind deine Zelte, Jakob ..." Synagogen in Schwaben mit Beiträgen von Henry G. Brandt, Rolf Kießling, Ulrich Knufinke und Otto Lohr, München 2014, S. 121.