Die Lage des Betsaals im um 1810 errichteten ehemaligen Gemeindezentrum ist unklar. Wahrscheinlich war die Synagoge im hinteren Teil des Gebäudes untergebracht. Möglicherweise nahm die rückwärtige Giebelwand das Misrachfenster und den Toraschrein auf. 1839 ersetzten Bänke die traditionellen Stände. Am 4. März 1936 wurde die Gnodstädter Synagoge wahrscheinlich von der Kultusgemeinde Marktbreit an den Gnodstädter Karl Pfeuffer verkauft. Die Übergabe nahm der jüdische Gnodstädter Adolf Klein vor. 1939/1940 wurde ein Teil der Synagoge eingerissen, und die Familie Heinlein erwarb das Anwesen. Erhalten blieben nur die Lehrerwohnung und ein Teil der Synagoge.
(Stefan W. Römmelt)
Bilder
Adresse / Wegbeschreibung
Schulgartenweg 1, 97340 Marktbreit
Literatur
- Hans Schlumberger / Hans-Christof Haas: Marktbreit mit Gnodstadt, Marktsteft, Obernbreit und Segnitz. In: Wolfgang Kraus, Hans-Christoph Dittscheid, Gury Schneider-Ludorff (Hg.): Mehr als Steine… Synagogen-Gedenkband Bayern, Bd. III/2: Unterfranken Teilband 2.2. Erarbeitet von Cornelia Berger-Dittscheid, Gerhard Gronauer, Hans-Christof Haas, Hans Schlumberger und Axel Töllner unter Mitarbeit von Hans-Jürgen Beck, Hans-Christoph Dittscheid, Johannes Sander und Elmar Schwinger, mit Beiträgen von Andreas Angerstorfer und Rotraud Ries. Lindenberg im Allgäu 2021, S. 1158-1240.
