Richard Krautheimer gehörte zu einer Reihe bedeutender Kunsthistoriker, die wie viele andere Wissenschaftler nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 Deutschland verließen, weil hier keine freie Forschung und Lehre mehr möglich war. Während das wissenschaftliche Leben in Deutschland einen drastischen Rückschritt erlebte, machte Krautheimer in den Vereinigen Staaten Karriere und trug wesentlich zur führenden Stellung der Lehre im Fach Kunstgeschichte an den dortigen Universitäten bei. Seit 1937 legte er mit den Bänden des "Corpus basilicarum Christianarum Romae" ein Standardwerk über den frühchristlichen Kirchenbau Roms vor, das ihm in Fachkreisen höchste Anerkennung brachte. Große Bedeutung erlangte auch sein wissenschaftliches Spätwerk, in dem er den Horizont seines Fachs beträchtlich erweiterte, indem er zusätzlich wirtschaftliche, soziale, politische und religiöse Zusammenhänge in seine Analysen mit einbezog.
Jüdisches Leben
in Bayern
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Richard Krautheimer Kunsthistoriker
GND: 120309521
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