geb. 27.02.1867, Kleinerdlingen/Nördlingen
gest. 02.07.1941, Jerusalem
Wirkungsort: Ansbach | Wien | Warschau u.a.
Nach einem Studium bei Selig Auerbach in Halberstadt und Israel Hildesheimer an der Jeschiwa und Universität zu Berlin übte Pinchas Kohn von 1890 bis 1893 in Burkunstadt das Rabbineramt aus. 1893 promovierte er und wurde Rabbinatsverweser in Mannheim. Von 1894 bis 1916 wirkte er als Bezirksrabbiner in Ansbach und arbeitete ab zusätzlich als Redakteur der "Jüdischen Monatshefte". Im polnischen Warschau vertrat er als Abgeordneter der "Freien Vereinigung" die Interessen des orthodoxen Judentums in Warschau. 1919 bis 1938 war er Leiter des Wiener Zentralbüros der "Agudat Israel World Organization". Rabbiner Dr. Pinchas Kohn war Vorstandsmitglied des "Reichsbunds Gesetzestreuer Jüdischer Gemeinden in Deutschland", sowie des "Verbands Orthodoxer Rabbiner Deutschlands". 1938 musste er nach Palästina auswandern und setzte seine Arbeit für die Agudat Israel fort.