Mit dem zunehmenden Fremdenverkehr stieg in München ab den 1880er Jahren der Bedarf nach Bierkrügen als Andenken und Sammelobjekt. Ihre "Veredelung", also die Bemalung von Rohlingen und die Applikation von Zinndeckeln, lag fast ausschließlich in jüdischen Händen. Mit ihren Produkten untermauerten sie das werbewirksame Bild Münchens als Bier- und Kunststadt. Otto Löwenstein arbeitete als Handelsreisender für die Glaswarenfirma Jakob Reinemanns (1831-1881) und übernahm nach dessen Tod die Firma. Er behielt den Namen und erwarb die Konkursmasse der Zinngießerei Josef Lichtinger & Cie. Ab 1914 widmete sich Löwenstein anderen Geschäftszweigen, aber seine Krüge sind bis heute begehrte Sammlerstücke.
GND: nicht verfügbar
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