geb. 23.09.1855, Dessau
gest. 14.07.1934, Marienbad (Marianske Lazne)
Wirkungsort: Nürnberg | Streitberg | Garmisch-Partenkirchen
Max Philipp Tuchmann entstammte einer jüdischen Hopfenhändlerfamilie aus Uehlfeld und wuchs in Dessau auf. 1884 zog er nach Nürnberg, trat in die Hopfenhandlung seiner Brüder ein und heiratete 1885 Clara Hopf. Er gründete 1893 seine eigene "Hopfenhandlung Phillip Tuchmann" und spezialisierte sich auf den Übersee-Export. 1906 erhielt er den Titel eines Kommerzienrats, dem weitere Auszeichnungen folgten. Zwischen 1907 und 1909 ließ er in Streitberg die "Tuchmannvilla" erbauen. 1913 übernahm Tuchmann die Schwabacher Firma Reingruber (Grammophonnadeln) für seinen Sohn Walter Tuchmann (1891–1942). Zudem war er in mehreren Aufsichtsräten tätig, unter anderem bei der Tucher'schen Brauerei AG. 1932 zog sich Tuchmann aus dem Geschäftsleben zurück und ließ sich in Garmisch nieder. Unter dem NS-Regime nahmen die Diskriminierungen zu; 1938 wurden die Familienfirmen "arisiert". Max Philipp Tuchmann starb 1934 in Marienbad, Clara ging 1936 nach Berlin.