Figurenkrüge in Form des Münchner Kindls oder eines Turms der Frauenkirche, Künstlerkrüge nach den Entwürfen namhafter Grafiker, oder klassische Keferloher mit den Signets der großen Münchner Brauereien: Die Produkte des jüdischen Bierkrugveredlers Martin Pauson haben das werbewirksame Bild der Bier- und Kunststadt München geprägt. Vom Figurenkrug "Münchner Kindl", Pausons bekanntestem Erzeugnis, sind 40 verschiedene Modelle aus Steinzug und Porzellan bekannt. Importierte Rohlinge wurden in der Werkstätte Pauson von mehreren dutzend Angestellten bemalt, bedruckt und mit Applikationen aus der eigenen Zinngießerei zu kleinen Kunstwerken montiert. Nach seinem Tod betrieb sein Schwager das Geschäft unter dem Namen Pauson noch bis 1938 weiter, dann "arisierten" die NS-Machthaber den Betrieb.
Jüdisches Leben
in Bayern
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Martin Pauson Bierkrugveredler
GND: nicht verfügbar
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