Martha Krautheimer, geborene Landmann, wuchs in einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Fürth auf und absolvierte dort die höhere Schule. Sie war zwei Mal verheiratet; aus ihren beiden Ehen stammten sechs Kinder. Der frühe Tod ihres ersten Mannes, des erfolgreichen Fürther Schuhhändlers Nathan Krautheimer, versetzte sie in die Lage, in Fürth eine Säuglingskrippe zu stiften, die 1912 eröffnet wurde. In der Folgezeit unterstützte sie weiterhin mit Spenden den laufenden Betrieb des Heims. Auch während ihrer zweiten Ehe mit dem Schuhfabrikanten Franz Ehrlich (1876‒1949) erhielt das Heim hohe Zuwendungen. Die ererbte Firma wurde unter „Ehrlich Schuhwaren-Compagnie“ weitergeführt. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise und zunehmender Bedrohungen durch die Nationalsozialisten musste das Unternehmen jedoch Konkurs anmelden und die Familie 1932 nach Schweden emigrieren. Martha Ehrlich starb ein Jahr nach der Schließung der Fürther Krautheimer-Krippe 1967 in der Schweiz.
Jüdisches Leben
in Bayern
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Martha Krautheimer Mäzenin
GND: nicht verfügbar
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