Marie Luise Kohn, später unter dem Künstlernamen Maria Luiko bekannt, studierte ab 1923 an der Akademie der Bildenden Künste sowie der Münchner Kunstgewerbeschule. Sie etablierte sich als vielseitige Künstlerin, stellte regelmäßig im Glaspalast aus, fertigte Buchillustrationen, Bühnenbilder, Grafiken und Gemälde. Unter dem zunehmenden Druck der NS-Diktatur engagierte sich Luiko im Jüdischen Kulturbund Bayern und war an der Gründung des "Marionettentheaters Münchner Jüdischer Künstler" beteiligt. Am 20. November 1941 wurde sie mit ihrer Mutter und Schwester nach Litauen deportiert, wo sie ums Leben kamen. An die heute fast vergessene Künstlerin erinnern ein Stolperstein, eine Tafel an ihrer früheren Schule sowie ein digitales Gedenkalbum in der Online-Sammlung des Münchner Stadtmuseums.
Jüdisches Leben
in Bayern
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Maria Luiko (eig. Marie Luise Kohn) Malerin, Grafikerin und Bühnenplastikerin
GND: 138671346
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