Marcus Elieser Bloch entwickelte früh eine starke Neigung zur Zoologie und Botanik. Dank seiner Kenntnisse des Hebräischen und der rabbinischen Schriften fand er eine Stelle als Hauslehrer in Hamburg. Dort verbesserte er seine Deutschkenntnisse, lernte Latein und erwarb Grundlagen der Anatomie. Er studierte in Frankfurt (Oder) Medizin und ließ sich in Berlin nieder, wo er unter anderem seinen Freund Moses Mendelssohn behandelte. Er konzentrierte sich jedoch immer mehr auf die Naturgeschichte, insbesondere die Ichthyologie (Fischkunde). Bloch wurde an die Friedrichs-Universität in Halle berufen, wo er eine systematische Sammlung von 1500 Fischarten anlegte. Bloch veröffentlichte mehrere Werke, darunter "Oekonomische Naturgeschichte der Fische Deutschlands" und "Naturgeschichte Ausländischer Fische". Seine detaillierten Beschreibungen und präzisen Illustrationen trugen wesentlich zum Verständnis der Fischfauna bei und machten ihn zu einem führenden Ichthyologen seiner Zeit.
Jüdisches Leben
in Bayern
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Marcus (Mordechai) Elieser Bloch Mediziner und Naturforscher
GND: 118663968
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