Als 1848 im Norden Kaliforniens Gold gefunden wurde, kam es zu einem beispiellosen Ansturm von Schürfern, Glücksrittern, Pionieren und Geschäftsleuten. San Francisco wuchs binnen kürzester Zeit von einem verschlafenen Hafenstädtchen zur größten Metropole an der amerikanischen Westküste. Unter den Neuankömmlingen war auch Löb Strauss, ein jüdischer Textil- und Kurzwarenhändler aus New York. Er hieß mit Vornamen eigentlich Löb und stammte aus Buttenheim in Oberfranken. Im Jahr 1853 gründete er mit seinem Schwager David Stern (1820–1874) die Firma "Levi Strauss & Company". Durch die Vermarktung einer nietenverstärkten Arbeitshose aus blauer Baumwolle – der Jeans – wurde sein Name weltweit zu einem Synonym für den amerikanischen Lebensstil. Strauss blieb unverheiratet und setzte seine Neffen als Erben ein. Er spendete große Summen für wohltätige Zwecke und ermöglichte seiner Kultusgemeinde den Ankauf von Land für einen Friedhof in Colma, auf dem er auch begraben liegt. Das Geburtshaus in Buttenheim ist heute ein Museum; sein Leben wurde 2024 in der TV-Serie "Levi Strauss - Der Stoff der Träume" verfilmt.
Jüdisches Leben
in Bayern
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Levi (Löb) Strauss Textilkaufmann und -produzent, Erfinder der Jeans
GND: 118799142
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