Kurt Landauer wuchs in Planegg südwestlich von München auf. Im Jahr 1901 trat er dem FC Bayern bei und avancierte zum talentierten Torhüter und engagierten Vereinsmitglied. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm er die Präsidentschaft beim FC Bayern, wurde jedoch 1933 aufgrund seiner jüdischen Herkunft zum Rücktritt genötigt. Nach dem Novemberpogrom 1938 wurde er vier Wochen im KZ Dachau festgehalten, dann emigrierte er 1939 in die Schweiz. Ab 1947 leitete er wieder den FC Bayern. Sein Neffe Uri Siegel über Kurt Landauer: "Für ihn gab es eben nur den FC Bayern - das war sein Leben". Unter Landauers Führung erfolgte der Wiederaufbau, inklusive des Vereinsgeländes an der Säbener Straße. Der FC Bayern ernannte 2013 Kurt Landauer posthum zum Ehrenpräsidenten. Sein Leben wurde 2014 von Hans Steinbichler im Historiendrama "Landauer - der Präsident" verfilmt.
Jüdisches Leben
in Bayern
in Bayern
Kurt Landauer Kaufmann, Vereinspräsident des FC Bayern München
GND: 140351779
Zum Eintrag in den Biografien