Jüdisches Leben
in Bayern

Jella Lepman (geb. Lehmann) Schriftstellerin, Gründerin der Internationalen Jugendbibliothek

geb. 15.05.1891, Stuttgart
gest. 4.10.1970, Zürich

Wirkungsort: München

Jella Lepman wurde in eine jüdisch-bürgerliche Familie geboren. Nach dem frühen Tod ihres Mannes Gustav Horace Lepman (1877–1922) arbeitete sie als Journalistin und Kinderbuchautorin, musste jedoch 1936 mit ihren Kindern nach London emgrieren. Nach dem Sturz der NS-Diktatur kehrte sie als Kulturberaterin der US-Armee nach Deutschland zurück. 1946 initiierte sie die "Internationale Jugendbuchausstellung" mit Büchern aus 14 Ländern – ein Symbol internationaler Verständigung. Daraus entstand 1949 die Internationale Jugendbibliothek (IJB), die seit 1983 ihren Sitz in der Münchner Blutenburg hat. Lepman setzte sich zeitlebens für die Bildung und Friedenserziehung von Kindern durch Literatur ein. 1956 rief sie den Hans Christian Andersen Preis ins Leben. Für ihr Engagement wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz und der Goethe-Medaille geehrt. An sie erinnern Straßen in Stuttgart und München sowie die Jella-Lepman-Medaille.

GND: 119008874
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