Der gebürtige Adelsdorfer Isaak Loewi (auch Levi oder Löwi) studierte an der Jeschiwa in Fürth und promovierte anschließend in München, wo er sich zu einem vehementen Vertreter des Reformjudentums entwickelte. In seiner ersten Stellung als Rabbiner in Uehlfeld machte er so sehr von sich reden, dass er 1830 nach Fürth berufen wurde. Als Stadt- und Distriktsrabbiner setzte Dr. Isaak Loewi durch, dass sich viele Gemeinden neue reformierte Satzungen gaben und den Ritus modernisierten. So wurde Fürth unter seinem Einfluss ein Motor der jüdischen Integration und Assimilation in die Mehrheitsgesellschaft. Dr. Loewi setzte sich auch vehement für die Gleichstellung der Juden in Bayern ein und bekam für sein Engagement von König Ludwig II. (reg. 1864-1886) den Bayerischen Michaelsorden 1. Klasse verliehen. Er war seit 1828 mit Rosalie Sofie geb. Kohn (1804-1882) verheiratet und hatte mit ihr neun Kinder.
Jüdisches Leben
in Bayern
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Isaak Loewi Rabbiner
GND: 122192052
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