Der gebürtige Münchner Heinz Georg Brandt musste als Elfjähriger mit seiner Familie vor der NS-Herrschaft nach Palästina fliehen. Im Israelischen Unabhängigkeitskrieg (1947-1949) diente er als Marineoffizier. Am Leo-Beck-Institut in London ließ er sich bis 1961 zum Rabbiner ausbilden und wirkte anschließend in England, der Schweiz, in Hannover und Dortmund. Als Gemeinderabbiner der IKG Schwaben-Augsburg kehrte er 2004 in seine alte bayerische Heimat zurück, zuletzt war er Amtsrabbiner der IKG Bielefeld. Ab 1985 saß er 31 Jahre lang dem "Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit" vor. Im Jahr 2004 wurde Brandt zum Vorsitzenden der Allgemeinen Rabbinerkonferenz (ARK) gewählt; er hatte das Amt bis Februar 2019 inne. Darüber hinaus war er Gründungsvorsitzender der 2005 ins Leben gerufenen Deutschen Rabbinerkonferenz. Rabbiner Brandt war für sein Charisma bekannt; er erhielt zahlreiche Auszeichnungen für das lebenslange Streben nach einem Dialog der Religionen.
Jüdisches Leben
in Bayern
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Henry (Heinz) Georg Brandt Rabbiner, Gründungsvorsitzender der Deutschen Rabbinerkonferenz
GND: 124359760
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