Heinrich Uhlfelder wuchs in der kleinen jüdischen Landgemeinde von Roth in Mittelfranken auf und zog als junger Erwachsener nach München. Im Jahr 1878 machte er sich selbstständig und eröffnete im Rosental 9 (Angerviertel) ein Geschäft für Haushaltsgegenstände und "Galanteriewaren". Am 20. Mai 1883 heiratete er in München Mathilde Liebermann (1861-1935) aus Ichenhausen. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Max Uhlfelder (1884-1958), Josef Uhlfelder (1885-?) und Margarethe verh. Mayer (1894-1941). Um 1900 war das Kaufhaus Uhlfelder eine fest etablierte Münchner Institution und bot ein breit gefächertes Warenangebot an. Für sein soziales Engagement erhielt er 1924 den Titel eines Kommerzienrats verliehen. Nach Uhlfelders Tod übernahm Sohn Max die Firmenleitung, wurde jedoch von den Nationalsozialisten enteignet. Nach der Restitution 1953 scheiterten alle Versuche, das Kaufhaus wieder ins Leben zu rufen. Auf dem Gelände entstand ein Erweiterungsbau des Münchner Stadtmuseums.
Jüdisches Leben
in Bayern
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Heinrich Uhlfelder Unternehmer ("Kaufhaus Uhlfelder")
GND: nicht verfügbar
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