geb. 1898, München
gest. 1963, Jerusalem
Wirkungsort: München
Der gebürtige Münchner Heinrich (Aaron Meïr) Feuchtwanger gehörte einer prominenten, gutbürgerlichen jüdischen Familie an. Er war mit Henriette geb. Feuchtwang (1906-1990) verheiratet, aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Als Zahnarzt wählte er die medizinische Laufbahn, seine wahre Leidenschaft galt jedoch dem Sammeln von jüdischer Sakral- und Volkskunst. Er begleitete seinen Freund Theodor Harburger auf dessen großem Inventarisierungsprojekt bayerischer Landgemeinden und erwarb viele weitere Objekte für seine Sammlung, die das Fundament für zwei große Ausstellungen bildete: Die "Ausstellung jüdischer Kultgeräte und -einrichtungen für Synagoge und Haus" in München (1930) und die Wanderausstellung "Purim-Pesach" (1934). Feuchtwanger emigrierte 1935 nach Palästina. Die "Feuchtwanger Collection" ist heute Teil des Israel Museum in Jerusalem, an dessen Gründung Heinrich Feuchtwanger engagiert mitgearbeitet hatte.