Jüdisches Leben
in Bayern

Hayum (Chaim) Schwarz Rabbiner

geb. 24.08.1800, Floß
gest. 09.05.1875, Krumbach (Schwaben)

Wirkungsort: Krumbach (Schwaben)

Hayum Schwarz wurde als zweites Kind einer Rabbinerfamilie in Floß geboren. Er besuchte zunächst die jüdische Schule in Floß und konnte später an der Jeschiwa in Fürth studieren. Schwarz arbeitete als Religionslehrer in Kleinerdlingen, bevor er sein Studium 1821 in Würzburg fortsetzte. Er studierte an der Jeschiwa des renommierten Rabbiners Abraham Bär Bing und später an der Universität Würzburg, wo er Fächer wie Philosophie und Physik belegte. Auch sein Bruder Joseph Schwarz (1804-1865) folgte ihm nach Würzburg und wurde Forschungsreisender in Palästina. 1827 trat Hayum eine Rabbinerstelle in Hürben an. Aus der Ehe mit Henriette geb. Kahn, der Tochter seines Vorgängers, gingen fünf Kinder hervor, von denen jedoch nur zwei das Erwachsenenalter erreichten. Sein Sohn Israel wurde später Oberrabbiner in Köln. Nach dem Ableben seiner Frau gründete er zwei Stiftungen zu ihrem Gedenken. Im Jahr 1872 konnte er die Sanierung der Synagoge abschließen und veröffentlichte ein Werk über jüdische Ethik. Mit Hayum Schwarz endete das eigenständige Rabbinat von Hürben, das sich Ichenhausen anschloss.

GND: nicht verfügbar
Zum Eintrag in den Biografien