Der studierte Jurist Alfred Neumeyer arbeitete als Staatsbeamter in Kempten, Landshut und Augsburg. Im Jahr 1913 verfasste er eine erste Denkschrift und regte den Zusammenschluss aller jüdischer Kultusgemeinden unter einem Dachverband an, unabhängig ihrer kultischen Ausrichtung. Unter dem Vorsitz von Alfred Neumeyer wurde am 20. April 1920 auf einer Generalversammlung aller Kultusvorstände in Nürnberg der "Verband israelitischer Kultusgemeinden in Bayern" gegründet. 1929 kam Neumeyer an das Oberste Landesgericht nach München, wo er sich auch in der Kultusgemeinde aktiv engagierte. Wegen seiner jüdischen Herkunft erteilten ihm die Nationalsozialisten 1933 Berufsverbot, 1941 musste er nach Argentinien emigrieren. Aus seiner Ehe mit Elise geb. Lebrecht (1872-1944) gingen vier Kinder hervor. Nachfahren leben heute u.a. in Israel.
Jüdisches Leben
in Bayern
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Alfred Neumeyer Jurist, Gründer und Vorsitzender des VIKB, Vorstand der IKG München
GND: 133450899
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