Jüdisches Leben
in Bayern

Adolf (Abraham) Hirsch Kaufmann und Philanthrop

geb. 02.12.1868, Znin (Żnin)
gest. 22.09.1943, Theresienstadt

Wirkungsort: Landshut

Der Name Adolf Hirsch ist eng mit der berühmten Warenhauskette "Hermann Tietz GmbH" verbunden, denn seit 1893 leitete Hirsch die große Landshuter Filiale, konnte sie sogar erwerben und errichtete in der Theaterstraße einen repräsentativen Neubau. Hirsch war nicht nur der bedeutendste und wohlhabendste Landshuter Geschäftsmann seiner Zeit, sondern eine geachtete Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Er machte sich als Wohltäter und Finanzier zahlreicher sozialer Einrichtungen um das Gemeinwohl der Stadt sehr verdient. Nach der NS-Machtübernahme 1933 wurde seine Geschäftsgrundlage Stück für Stück beschnitten und 1938 das Warenhaus "arisiert". 1942 kam Adolf Hirsch in Haft und wurde in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo er ums Leben kam. Hirsch hatte 1897 in Dresden die Fabrikantentochter Cäcilie "Cilly" geb. Ließmann (1876-1941) geheiratet. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

GND: nicht verfügbar
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