Jüdisches Leben
in Bayern

Abraham Bär Bing Rabbiner (Landes- bzw. Oberrabbiner)

geb. 1752, Frankfurt a.M.
gest. 01.03.1841, Würzburg

Wirkungsort: Würzburg

Abraham Bär (auch Baer oder Beer) Bing entstammte einer Leviten-Familie in Frankfurt a.M. und machte an der Jeschiwa von Nathan Adler eine Ausbildung zum Rabbiner. Bing wirkte zunächst als Vize-Rabbiner in Offenbach und Frankfurt, dann wählte ihn die unterfränkische Gemeinde Heidingsfeld 1796 zum Rabbiner. Am 25. Juli 1798 wurde Abraham Bing zum Landesrabbiner des Hochstifts Würzburg berufen. Nach der Säkularisation wandelte sich dieses Amt zum Oberrabbinat eines großen, bis auf den Aschaffenburger Distrikt ganz Unterfranken umfassenden Bezirks. 1816 verlegte er seinen Amtssitz nach Würzburg. Er leitete dort eine große Jeschiwa und verfasste das bayernweit obligatorische Schulbuch "Hauptlehren der mosaischen Religion für den Unterricht der Jugend" (1826). Als Landesrabbiner vertrat Abraham Bär die Orthodoxie und wurde zum erbitterten Gegner des aufgeklärten Reformjudentums. Gegen seinen Willen wurde er 1840 des Amtes enthoben und verstarb ein knappes Jahr später.

GND: 130051039
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