Jüdisches Leben
in Bayern

Burgellern Gemeinde

Die Anfänge einer jüdischen Gemeinschaft in Burgellern liegen wohl im Mittelalter, jedoch fehlt es an weiteren Nachrichten oder archivalischen Quellen. Im späten 17. Jahrhundert gehörte Burgellern zum Rabbinat Zeckendorf, man besuchte dort die Synagoge und bestattete die Verstorbenen auf dem Verbundsfriedhof. Im Ort selbst gab es soweit bekannt keine eigenen Einrichtungen. Im Zuge einer antijüdischen Verfolgungswelle, die von Bamberg aus im Jahr 1699 die Region erfasste, wurden die jüdischen Familien aus Burgellern vertrieben. Einige fanden in Neustadt an der Aisch und auf dem Rittergut Aufseß eine Zuflucht.

Literatur

  • Elisabeth Eckel: Der jüdische Friedhof von Zeckendorf-Demmelsdorf. In: Klaus Guth / Eva Groiss-Lau (Hg.): Jüdisches Lebend auf dem Dorf. Annäherungen an die verlorene Heimat Franken. Petersberg 1999 (= Landjudentum in Oberfranken. Geschichte und Volkskultur 3), S. 65-96.
  • Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation. 2. Aufl. München 1992 (= Bayerische Landeszentrale für politische Bildung A85), S. 211.
  • Klaus Guth: Jüdische Landgemeinden in Oberfranken (1800–1942), ein historisch-topographisches Handbuch. Bamberg 1988 (Landjudentum in Oberfranken. Geschichte und Volkskultur 1), S. 343-351.