Jüdisches Leben
in Bayern

Oberwaldbehrungen/Ostheim von der Rhön Friedhof

Der jüdische Friedhof liegt auf einer Anhöhe nordöstlich von Oberwaldbehrungen im Wald. Er hat eine Größe von fast 3000 qm und wurde 1842 eingerichtet. Etwa 132 Grabsteine sind erhalten.

Lage: Anhöhe nordöstlich von Oberwaldbehrungen im Wald. 

Größe: 2920 qm; Einfriedung durch teilweise Mauer und Maschendrahtzaun. 

Alter: Erste Hälfte 19. Jahrhundert. Der Friedhof wurde seit 1842 belegt; zuvor hatte man die Verstorbenen in Kleinbardorf bestattet. 

Beerdigungen: Ca. 132 Grabsteine in zwei Abteilungen erhalten; links des Eingangs überwiegend ältere, rechts neuere Grabsteine. Bis 1890 wurde trotz des inzwischen erworbenen Friedhofs auch der Friedhof von Neustädtles für Beerdigungen genutzt. 

Schändungen: Einige Grabsteine weisen Spuren von Beschädigung auf; letzte Friedhofschöndung 1985.

Adresse / Wegbeschreibung

97645 Ostheim vor der Rhön

Den Ort Richtung Oberelsbach verlassen, direkt am Ortsausgang rechts auf den Urspringer Weg abbiegen. nach 400m bei der Weggabelung rechts, dann links auf auf die Albert-Büttner-Straße. Durch die Neubausiedlung ca. 700m fahren, der Eingang zum Friedhof liegt links.

Literatur

  • Reinhold Albert: Jüdische Friedhöfe im Landkreis Rhön-Grabfeld. Bad Neustadt a. d. Saale 2015 (= Schriftenreihe der Kulturagentur des Landkreises Rhön-Grabfeld 1), S. 35f.
  • Lothar Mayer: Jüdische Friedhöfe in Unterfranken. Petersberg 2010, S. 142-145.
  • Michael Trüger: Jüdische Friedhöfe in Bayern (12) [Oberwaldbehrungen, Autenhausen, Weimarschmieden, Burgkunstadt]. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern 11, Nr. 69 (April 1996), S. 18f.
  • Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation. 2. Aufl. München 1992 (= Bayerische Landeszentrale für politische Bildung A85), S. 111.