Zeitzeugen berichten

Josef Seidl Student, Teamleiter der Freiwilligeninitiative Deggendorf räumt auf

Signatur
zz-1541.01
Copyright
Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)
Referenzjahr
2013

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Josef Seidl über die Idee, den Beginn und die Organisation der Initiative der Studenten der Technischen Hochschule: "Deggendorf räumt auf".

Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:

Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Josef Seidl, aufgenommen am 15.02.2014 in Deggendorf, über das Hochwasser 2013 in Deggendorf, die Organisation der Freiwilligeninitiative „Deggendorf räumt auf“, den Risikodialog und das durch die Katastrophe entstandene stärkere Gemeinschaftsgefühl vor Ort.

Biogramm

Josef Seidl, 1989 geboren, ist Student an der Technischen Hochschule Deggendorf. Während des Hochwassers 2013 war er Teamleiter der Freiwilligeninitiative „Deggendorf räumt auf“. Der selbstlose, unermüdliche Einsatz der Studierenden in der Koordinierung von fast 6.000 Helfern im Raum Deggendorf stieß auf viel Anerkennung in der Öffentlichkeit und trug wesentlich zur Bewältigung der Katastrophe bei.

Inhalte

Geboren 1989 – Ausmaß des Hochwassers kam unerwartet – spontanes Angebot zur Mithilfe – Aufgaben wurden von der Feuerwehr übernommen – Koordination der freiwilligen Helfer mit der Feuerwehr funktionierte nicht – Idee einer Koordinationsstelle – Treffen des Studentischen Konvents – mit Unterstützung der Hochschule Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle für Helfer – Einrichtung einer Hotline für Freiwillige – solange die Überflutung anhielt, kaum Arbeit für Helfer – Einrichtung einer Datenbank für freiwillige Helfer – ständige Verbesserung mit Aufnahme von möglichen Arbeitszeiten und Berufen – Entstehung einer eigenen Facebook-Seite – Online-Formulare zur Entlastung der Hotline – Einrichtung neuer Telefonverbindungen – Facebook diente zur Informationsweitergabe – gute Zusammenarbeit mit der Stadt Deggendorf – nach Rückgang des Wassers erster Einsatz von Helfern – Einrichtung einer Koordinierungsstelle vor Ort – Hilfe bei Aufräumarbeiten – Ausräumen von Häusern – psychologische Betreuung durch Bayerisches Rotes Kreuz (BRK) und Polizei – Benachrichtigung der Helfer per Telefon, über SMS und über die Facebook-Seite – Helfer nicht nur aus der Region, teilweise sogar aus dem Ausland – Freiwillige jeden Alters – ungefähr 3000 aktive Helfer in der Datenbank – Organisation von Werkzeugen und Fahrzeugen – Vermittlung von Elektroautos des Projekts E-Wald – Vermittlung von Wohnungen und Notunterkünften für Betroffene – Stärkung des Gemeinschaftsgefühls vor Ort – Besuch des Bundespräsidenten Joachim Gauck und des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) – Verbesserungen für die Zukunft – Aufnahme einer zivilen Helferkoordination in Krisenkonzepte – Zusammenarbeit mit verschiedenen Kräften und Behörden – Erhalt des Filippas Engel Preises, des Deggendorfer Hochschulpreises und des Deutschen Engagement Preises – Verbesserung der Wahrnehmung zwischen Alt und Jung durch die Initiative – neues Gemeinschaftsgefühl entstanden.

Daten

Art:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugen-Interview
Dauer:
0:50 h
Aufnahmedatum:
15.02.2014
Sprache:
deutsch
Aufnahmeteam:

Interview: Georg Schmidbauer M.A.

Kamera: Georg Schmidbauer M.A.