Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Dr. Kurt Rieder über die Einführung der landwirtschaftlichen Maschinenringe in den 1960er-Jahren.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Lebensgeschichtliches Zeitzeugeninterview mit Dr. Kurt Rieder im Rahmen des Projekts Strukturwandel in der Landwirtschaft, aufgenommen am 18.11.2008 in Ansbach, über seine Kriegserlebnisse als Flakhelfer im Zweiten Weltkrieg, das Studium in Weihenstephan, die Arbeit im Landjugendberatungsdienst, die Tätigkeit als Leiter des Landwirtschaftsamts Dinkelsbühl und den Wechsel als Abteilungsleiter in die Regierung von Mittelfranken, die Durchführung der Flurbereinigung und der Gemeindegebietsreform.
Biogramm
Dr. Kurt Rieder wurde 1926 in Krautostheim in Mittelfranken geboren. Er verbrachte seine Jugendzeit auf dem elterlichen Bauernhof und wurde 1943 als Flakhelfer eingezogen. Nach Kriegsende besuchte er die Landwirtschaftsschule in Neustadt/Aisch und absolvierte 1950 in Weihenstephan ein Landwirtschaftsstudium. Von 1952 bis 1960 war Kurt Rieder im Landjugendberatungsdienst tätig, daraufhin folgte eine Landwirtschaftsberatertätigkeit in Weißenburg. Ab 1963 war er Behördenleiter am Landwirtschaftsamt und an der Landwirtschaftsschule in Dinkelsbühl und ab 1984 leitete er die Abteilung Landwirtschaft an der Regierung von Mittelfranken. Rieder gehörte von 1966 bis 1972 dem Stadtrat von Dinkelsbühl an. Er war Ehrenbürger der Marktgemeinde Sugenheim und Träger des Verdienstkreuzes am Bande. 2014 verstarb Dr. Kurt Rieder in Ansbach-Hennenbach.
Inhalte
Geburt 1926, Krautostheim, Schulzeit, Landwirtschaft, Internat in Schwabach - 1943 Luftwaffenhelfer, Flakhelfer in Nürnberg, Flakstellung in Schniedling, Gefallene, Begeisterung – Wehrdienst, Luftwaffe, Fürstenfeldbruck, 1. Fallschirmjägerdivision, Italien, Kriegsgefangenschaft, Lager in Italien, Engländer, Amerikaner, Englisch gelernt, Heimkehr mit LKW Dezember 1945, Krautostheim unzerstört – Arbeit in der Landwirtschaft, Entnazifizierung, Spruchkammer, Jugendamnestie, Hitlerjugend (HJ), landwirtschaftliche Lehre, Landwirtschaftsschule in Neustadt an der Aisch – 1948-1950 Studium in Weihenstephan – Landjugendberatungsdienst, European Recovery Program (ERP), Herr Frühwald, Jugendgruppe, Bundesminister Ertl, Jugendarbeit: Wettbewerbe, Vorträge, learning by doing, Anleitung zur Selbstständigkeit, Beratung – 1963 Behördenleiter, Landwirtschaftsamt und Landwirtschaftsschule Dinkelsbühl, Maschinenringe, Erzeugerzusammenschlüsse, Vermarktung, Flurbereinigung, Dorferneuerung, Landwirtschaftsminister Eisenmann – Gebietsreform 1972, Wechsel nach Ansbach – 1984 Abteilung Landwirtschaft, Regierung von Mittelfranken, Schwerpunkte der Beratung, Produktionssteigerung, Förderung – Ruhestand, Promotion über Landwirtschaftsberatung, Ehrenämter, Kirchengemeinde Ansbach, Landseniorenarbeit – Familienbetrieb, Knecht, Magd, Viehhaltung, Schweinezucht, Nebenerwerb, Ackerbau, Gebäudenutzung – Mithilfe als Kind, Feldarbeit, Ernte, Handarbeit – Tagesablauf, Dorfschule, Lernen mit Anderen – Kriegszerstörungen in Mittelfranken, Herbolzheim, Ulzenheim – erster Schlepper, Zugtiere, Mechanisierung, Selbsttränken – Ende der Bewirtschaftung 1950, Freigabe der Preise, Rationierungen, Trockenheit 1947, Koreakrise, Lebensmittelgesetz, Aufschwung in den 1950ern – Währungsreform 1948, Kopfgeld – Heimatvertriebene, Einquartierung, Integration – Feldversuche, Beispiel Wirtschaften, Landschaftsdirektor Ruppert, Silos – Regierungserklärung von Bundeskanzler Konrad Adenauer 1949, Abwanderung von Arbeitskräften, sozioökonomische Beratung, Nachfolgeprobleme – Ausbildungsberatung, direkte Beratung, Förderung, grüner Plan – Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), Europäische Gemeinschaften (EG), Europäische Union (EU), Preise, europäische Integration, Mansholt, „Wachse oder Weiche“, Betriebsgrößen – Umschulungen, Berufsberater, Höfe mit Familientradition – Mansholtplan, Bauernverband, Herr Geiersberger, Dr. von Trotha, Kooperation, Nachbarschaftshilfe, Veredelung, Wettbewerbsfähigkeit, Betriebshelfer, Dorfhelfer, Hilfe im Krankheitsfall, Spezialisierung – Motorisierung, Schlepperbeschaffung, Wälder, Geldprobleme, Maschinen, Melkmaschinen – „Haus der Bäuerin“, Waschmaschinen, Gefrieranlagen – Mähdrescher, Säaggregate, Ladwägen, Landmaschinenkurse, Technikberatung, Bauberatung, Aussiedlung, neue Stelle – Arbeitsplatzkosten, größere Viehbestände, Arbeitsbelastung – Änderung der Einstellung, Umstellung, Bildungsmöglichkeiten für die Jungen – Realteilung, Feldwege, Drainage – Dorfsanierung, Ringwege, Gemeinschaftseinrichtungen, Gastwirtschaften – Rückblick – Agrarausschuss des Bayerischen Landtags, Bundesverdienstkreuz.
Daten
Interview: Wolfgang Reinicke M.A.
Kamera: Georg Schmidbauer M.A.