Renate Zdrallek schildert einen ganz normalen Urlaubstag in Ruhpolding in den 1950er-Jahren, den Besuch eines Bergwerks und ihren Umgang mit dem bayerischen Dialekt.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Thematisches Zeitzeugeninterview mit Renate Zdrallek, aufgenommen am 20.04.2017 in Köln, über ihre ersten Urlaubsfahrten nach Ruhpolding in ihrer Kindheit, die damalige Ausstattung der Urlaubsunterkünfte, ihre Wahrnehmung des bayerischen Dialekts, die Rolle der Natur in der Urlaubsgestaltung, die Veränderungen der touristischen Angebote in Ruhpolding, das religiöse Leben in Bayern, das Verhältnis von Einheimischen und Touristen in Ruhpolding, ihre Urlaubserlebnisse im Erwachsenenalter, sowie über ihr persönliches Bild von Bayern.
Biogramm
Renate Zdrallek wurde am 01.01.1949 in Darmstadt geboren. Sie verbrachte anfangs mit Verwandten und später mit Ihrem Ehemann ihren Urlaub seit 1957 bis Anfang der 1970er-Jahre in Ruhpolding. Dabei lernte sie die bayerische Lebensart und die Landschaft kennen sowie die gelebte bayerische Frömmigkeit. Später arbeitete sie als Drogistin und war im katholischen Pfarramt in einem Vorort von Köln tätig.
Inhalte
Geboren 1949 – Eindruck der Großmutter von Ruhpolding – 1957 erster Urlaubsbesuch in Ruhpolding – Gestaltung der Unterkunft – Ausflüge mit dem Auto – Ausstattung der Zimmer – Kontakt mit anderen Urlaubsgästen – Umgang mit dem bayerischen Dialekt – Unternehmungen mit anderen Kindern – Ablauf eines normalen Urlaubstages – Unterschiede des Urlaubs in Ruhpolding in der Kindheit und im Erwachsenenalter – ausgedehnte Wanderungen – Diskobesuche und Heimatabende – Bezeichnung Ruhpoldings als „sündiges Dorf“ – Veränderung der Unterkünfte in den 1960er-Jahren – Einrichtung von Ferienwohnungen – Ansteigen der Ansprüche unter den Gästen – Fokussierung des touristischen Lebens auf das Dorf – Ankunft von Touristen in Touropa-Zügen – Anbieten von Reiseführern und Busreisen durch Einheimische – Besondere Lage von Ruhpolding – Erkunden der Umgebung – Erleben der katholischen Religiosität in Bayern – Besuch von Sonntagsmessen in der Kirche – Nutzung von Bergbahnen – Zunehmende Alterung des touristischen Publikums gegen Ende der 1960er-Jahre – Veränderungen innerhalb des Tourismus durch die Zunahme von Fernreisen – Nutzung des Wellenbades in Ruhpolding – Notwendigkeit der Modernisierung in Ruhpolding – Konstante Touristenzahlen über das ganze Jahr – Einstellung der Einheimischen gegenüber den Touristen – Trennung zwischen Touristen und einheimischer Kultur – Erleben der Natur – Beteiligung an der Heuernte – Unterschiede zwischen dem Ruhrgebiet und Bayern hinsichtlich der Landwirtschaft – Beschreibung der Glockenschmiede – Bau einer Umgehungsstraße als positive Entwicklung – Zunehmende Kommerzialisierung des Sports in Ruhpolding – Überschreitung des Watzmanns – Fahrt auf dem Königssee nach St. Bartholomä – Aktivitäten bei schlechtem Wetter – Besonderheiten des bayerischen Essens – Besuche in Ruhpolding mit den Kindern und Enkeln – Weitere Reiseziele – Besonderheiten in der Praktizierung des katholischen Glaubens in Bayern – Handhabung von Missbrauchsfällen innerhalb der katholischen Kirche in Bayern – Persönliches Bild von Bayern – Kritik an der Separierung Bayerns gegenüber den anderen Bundesländern – Persönliche Meinung zur Flüchtlingspolitik der Bundesrepublik Deutschland seit 2015.
Daten
Interview: Georg Schmidbauer M.A.
Kamera: Georg Schmidbauer M.A.