In diesem Ausschnitt erklärt Wolfram Höfler seine Motivation für den Beitritt zur Rosenheimer Feuerwehr während seiner Schulzeit. Er spricht über die Entwicklung der Feuerwehrausbildung und über die Aufgaben der Feuerwehr.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Journalistisches Zeitzeugeninterview mit Wolfram Höfler, geführt am 11.05.2025 in Bad Aibling, über seine Anfänge bei der Hauptfeuerwehrwache Rosenheim, die Ausbildung bei der Feuerwehr, die Entwicklung der Schutzausrüstung und der Einsatzfahrzeuge, die Kommunikation bei der Feuerwehr in Bayern, die Aufgaben der Feuerwehr, seine Ansprüche als Federführender Kommandant der Stadt Bad Aibling, seine Einsatzleitung beim Zugunglück in Bad Aibling 2016 sowie über seine Zeit als Geschäftsführer der IT-Zeitschrift „Computer Persönlich“.
Biogramm
Wolfram Höfler wurde 1953 in Passau geboren. Bereits 1970 trat er der Hauptfeuerwache der Feuerwehr Rosenheim bei. Nach seinem Abitur 1974 am Ignaz-Günther-Gymnasium Rosenheim studierte Höfler bis 1980 zunächst Physik, dann Germanistik und Geografie mit Schwerpunkt Physische Geografie Klimatologie, EDV an der LMU München. 1980 wurde er wissenschaftlicher Assistent von Prof. Dr. Wolfram Keup an der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen. Hier entwickelte er eine Software zur Vorhersage von Suchtgefahren. 1983 wurde Höfler Redakteur bei der IT-Zeitschrift "Computer Persönlich", wo er 1986 zum Chefredakteur aufstieg. 1989 arbeitete Höfler als Verlagsleiter und Geschäftsführer von Special Interest 1, Special Interest 2 und Börse Online. Seinen eigenen "Mondstraße Verlag" gründete Höfler 1996. Während seiner Verlagstätigkeit war er weiterhin bei der Feuerwehr tätig. Hier konnte er 2010 zum Federführenden Kommandanten der Stadt Aibling aufsteigen. In seiner Amtszeit leitete er u.a. den Einsatz beim Zugunglück in Bad Aibling (09.02.2016). 2016 ging Höfler in den Ruhestand.
Inhalte
Geboren 1953 – Berührungspunkte mit der Feuerwehr als Kind – Übungen bei der Hauptfeuerwache Rosenheim – Anerkennung bei der Feuerwehr in Rosenheim – Vereinbarkeit von Schule und Freiwilliger Feuerwehr – Freistellung vom Wehrdienst und Motivation für den Einstieg bei der Feuerwehr – Einsatzübungen als Ausbildungsveranstaltungen und heutige Ausbildungsstrukturen – Aufgabenbereiche der Feuerwehr in den 1970/80er-Jahren – Kameradschaft und Nachwuchsmangel bei der Feuerwehr Rosenheim – Grund für den Mangel an Feuerwehrfrauen – Sporttest und theoretische Prüfung vor der Feuerwehrausbildung – Abgeschlossene Berufsausbildung oder Studium als Einstellungsvoraussetzung bei der Berufsfeuerwehr – Schutzausrüstung der Rosenheimer Feuerwehr in den 1970/80er-Jahren – Vorteile der heutigen Schutzausrüstung der Feuerwehr Bad Aibling – Anekdote zum Umgang mit hoher Dampfentwicklung bei Einsätzen – Plädoyer für mehr praktische Übungen – Fehlende Einsatzroutine als Grund für lange Rettungszeiten bei eingeklemmten Personen – Frühere Einsatzfahrzeuge und Vorteile von Einsatzfahrzeugen mit Wandler-Automatikgetriebe – Federführender Kommandant der Stadt Bad Aibling – Hierarchien in der Feuerwehr Bad Aibling – Reformen in seiner Amtszeit als Federführender Kommandant – Kommunikation in der Feuerwehr Bayern – Alarmierung über Analogfunk und Digitalfunk – Ausfall des digitalen Alarmsystems – Anekdote zu einer Grenzkontrolle zwischen der DDR und Bayern – Klimatologische Forschungen in Namibia während des Studiums – Anstellung bei der IT-Zeitschrift „Computer Persönlich“ – Wissenschaftsjournalismus als Geschäftsführer bei „Computer Persönlich“ – Vereinbarkeit von Berufsleben und Freiwilliger Feuerwehr – Organisation von Feuerwehreinsätzen – Anekdote zu den Aufgaben der Feuerwehr – Einsatzleitung als Kommandant beim Zugunglück in Bad Aibling 2016 – Ankunft am Einsatzort – Ausbleibende Stromabschaltung durch das Notfallmanagement der Bundesbahn – Erkundung des Einsatzortes – Ablauf des Rettungseinsatzes – Zusammenarbeit mit der integrierten Leitstelle in Rosenheim – Erdung durch den Notfallmanager – Bergung der Toten – Lob für die Einsatzkräfte – Bereitstellung von Mannschaftstransportwagen für den Transport der Verletzten – Bedeutung von Routinen und Schulungen für Großeinsätze – Vorgehen als Einsatzleitung – Attackieren von Rettungskräften bei Einsätzen – Problem durch Gaffer bei Einsätzen – Einladung bei „Helden des Alltags“ nach dem Einsatz beim Zugunglück in Bad Aibling – Führungstechniken als Einsatzleiter – Pflichtaufgaben der Feuerwehr – Forderungen an die Politik.
Daten
Interview: Dr. Michael Bauer
Kamera: Thomas Rothneiger