Im hier gezeigten Ausschnitt erläutert Heinrich Ackermann die Formulare, die im Prozess einer Meldung als Arbeitsloser im Arbeitsamt verwendet wurden. Zudem erklärt er, wie früher das Arbeitslosengeld bar in Wirtshäusern ausgezahlt wurde.
Dieser Clip ist Teil des folgenden Interviews:
Journalistisches Zeitzeugeninterview mit Heinrich Ackermann, geführt am 16.12.2023 in Schwarzenfeld, über seinen beruflichen Werdegang bis zum Arbeitsvermittler und -berater, seine Tätigkeit beim Arbeitsamt von 1968 bis 2001, den Umgang mit den Arbeitssuchenden, verschiedene Methoden der Arbeitsvermittlung, das frühere Vorgehen bei einer Arbeitslosmeldung, die Berechnung des Arbeitslosengeldes, die Bargeldauszahlung des Arbeitslosengeldes in Wirtshäusern bis 1969 sowie über die Wiedervereinigung als besondere Herausforderung für die Arbeitsvermittlung.
Biogramm
Heinrich Ackermann wurde 1941 in Schwarzenfeld geboren und erlernte nach der Volksschule den Beruf des Starkstromelektrikers. Mit 28 Jahren wurde er Außendienstmitarbeiter der Firma Miele und wechselte zum 1. Oktober 1968 auf Betreiben eines Kunden zum Arbeitsamt. Dort war er bis 2001 in verschiedenen Funktionen in der Arbeitsvermittlung und an verschiedenen Standorten als Dienststellenleiter tätig.
Inhalte
Geboren 1941 – Dienststellenleiter des Arbeitsamts in Amberg bis zum Ruhestand 2001 – Umstrukturierung des Arbeitsamts zur Arbeitsagentur – Abteilungen des Arbeitsamts – Persönliche Arbeitsvermittlung zwischen Arbeitssuchenden und Firmen – Angestellte und Beamte im Arbeitsamt – Geburt, Kindheit und Jugend in Schwarzenfeld – Lehre zum Starkstromelektriker und Meisterprüfung zum Elektromeister – Kundendiensttechniker im Außendienst bei Miele bis 1968 – Einstellung beim Regensburger Arbeitsamt durch den Kontakt zum Arbeitsamtsdirektor beim Reparaturaußendienst – Ausbildung beim Arbeitsamt – Dienststellenleiter in Vohenstrauß – Ackermanns erster erfolgreicher Umschulungslehrgang für Arbeitssuchende – Umstellung durch den Berufswechsel – Vorteile der eigenen handwerklichen und wirtschaftlichen Vorerfahrungen bei der Arbeitsvermittlung – Einstellung der Eltern zum Berufswechsel – Elternhaus in einer Siedlung in Schwarzenfeld – Berufe der Söhne – Psychologie-Lehrgänge in der Ausbildung zum Arbeitsberater – Viele Arbeitslose in Schwandorf durch die Auflösung der Bayerischen Braunkohle-Industrie Aktiengesellschaft – Winterarbeitslosigkeit im Baugewerbe – Verlust von Arbeitsplätzen durch die Schließung der Firmen Hölzl und Grundig – Umgang mit hoher Arbeitslosigkeit durch den massiven Stellenabbau regionaler Unternehmen – Vorgehen bei der Arbeitslosmeldung – Sofortiger Vermittlungsvorschlag bei Arbeitslosmeldungen – Antrag auf Arbeitslosengeld, Arbeitsbescheinigung und Vermittlungsvorschlag – Stempeln und Barauszahlung des Arbeitslosengelds in Wirtshäusern – Dienststellen des Arbeitsamts Schwandorf – Barauszahlung des Arbeitslosengelds alle 14 Tage – Umstellung vom Gesetz über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung (AVAVG) zum Arbeitsförderungsgesetz (AFG) 1969 – Finanzielle Förderung von Umschulungen oder Eingliederungen in neue Arbeitsplätze – Berechnung des Arbeitslosengeldes – Sonderregelung für die Berechnung des Arbeitslosengeldes im Baugewerbe und in der Forstverwaltung – Arbeitsmotivation der Arbeitssuchenden – Tätigkeit beim Arbeitsamt als Berufung – Erfolgreiche Arbeitsvermittlung von ehemaligen Beschäftigten der bayerischen Braunkohlenindustrie – Umgang mit der massiven Arbeitslosigkeit ehemaliger DDR-Bürger im Rahmen der Wiedervereinigung – Einfluss des Zustroms von tschechischen Arbeitskräften auf den ostbayerischen Arbeitsmarkt vor 2001 – Fachpersonalmangel in der Gastronomie – Mentalität der Oberpfälzer – Aufbau der Arbeitsvermittlung in Jena während des massiven Stellenabbaus von Carl Zeiss im Rahmen der Wiedervereinigung – Anekdote aus dem Berufsalltag im Arbeitsamt – Fazit zur Tätigkeit beim Arbeitsamt.
Daten
Interview: Dr. Michael Bauer
Kamera: Thomas Rothneiger