Klostername: Spalt, St. Nikolaus, Ortsname: Spalt St. Nikolaus in Spalt ? Konkurrenz für St. Emmeram
Im Bemühen um geistliche Reformen entstand an der Wende zum 13. Jahrhundert in Spalt in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem alten Stift zu St. Emmeram, dessen Propst vom Regensburger Bischof ernannt wurde, ein zweites selbstständiges Kollegiatstift, jedoch unter der geistlichen Leitung der Diözese Eichstätt. Die wirtschaftliche Grundlage hierfür stellten im Jahr 1294 der Nürnberger Burggraf Konrad der Fromme aus dem Geschlecht der Hohenzollern ... mehr
Klostername: Spalt, St. Emmeram, Ortsname: Spalt St. Emmeram in Spalt ein fränkisches Urkloster
Das Gebiet zwischen Main und Donau wurde im frühen Mittelalter von Westen und vom Südosten her kolonisiert und missioniert. Ein Beispiel dafür ist die Gründung von Spalt im Sualafeld als ein fränkisches Urkloster am Verbindungsweg von Nord nach Süd. Am Ende des 8. Jahrhunderts bildete sich hier eine Gemeinschaft von Klerikern unter dem Patrozinium St. Salvator. Laut Schenkungsurkunde von 792 unterstand Spalt dem ... mehr
Klostername: Spalt, Heiligenblut, Ortsname: Spalt Zum Heiligenblut bei Spalt ? eine blühende Wallfahrt aus düsterem Ursprung
Der Legende nach entstand die Wallfahrt Heiligenblut bei Spalt aufgrund eines angeblichen Hostienfrevels, wie er bis in das Spätmittelalter in zahlreichen zeitgenössischen Beispielen behauptet wurde. Diese Überlieferungen sind als Ausfluss antijüdischer Haltungen ihrer Zeit zu sehen. Im Fall von Spalt ist die Beteiligung eines christlichen Mittäters außergewöhnlich: Als ein Holzhacker aus Unterbreitenlohe einem Juden Geld schuldete und nicht zahlen konnte, ... mehr
Klostername: Spalt, Vereinigte Stifte, Ortsname: Spalt Die Vereinigten Stifte zu Spalt ? Neubeginn im Barockzeitalter
Die mittelfränkische Stadt Spalt, seit 1297 unter der Landeshoheit des Bischofs von Eichstätt, verfügte über mehrere Jahrhunderte hinweg über zwei konkurrierende Kollegiatstifte. Das alte, doch ärmere Stift St. Emmeram, hervorgegangen aus einem Urkloster der Karolingerzeit, stand unter der Aufsicht des Bischofs von Regensburg. Das im Jahr 1294 errichtete und recht vermögende Stift St. Nikolaus war hingegen eine Gründung des Bistums Eichstätt.
Zu Beginn ... mehr
Klostername: Sparneck, Ortsname: Sparneck Sparneck ? die ?Frauenbrüder? vereinigten Kontemplation mit Aktion
Friedrich von Sparneck zu Sparneck und Waldstein stiftete um das Jahr 1455 in dem mittelalterlichen Markt Sparneck ein Kloster der Karmeliten. Dieser Orden hatte sich während der Kreuzzüge als Eremitenverband in den Tälern und Höhlen des Berges Karmel in Nordpalästina gebildet. Er war in Deutschland seit dem 13. Jahrhundert vertreten. Auf Bitte der Karmeliten modifizierte Papst Innozenz IV. im Jahr 1247 die Regel. ... mehr
Klostername: Speinshart, Ortsname: Speinshart Speinshart - Dreimal Prämonstratenserstift
Im Hochmittelalter trennte das ausgedehnte Waldgebiet des Speinshart den bayerischen Nordgau von Franken. Hier gründete auf bayerischer Seite gemäß der Überlieferung im Jahr 1145 die Adelsfamilie der Reifenberger ein Kloster. Hauptstifter waren Adelvolk und seine Frau Richenza. Das kinderlose Paar wurde unterstützt durch Adelvolks Brüder - Eberhard, später Bischof von Bamberg, und Reinhold. 1163 nennt eine Urkunde Speinshart als Niederlassung von Chorherren. In dem gleichen Privileg erklärte ... mehr
Klostername: St. Oswald, Ortsname: St. Oswald-Riedlhütte St. Oswald ? Pauliner, Augustiner und Benediktiner an heilkräftiger Quelle
Am Ursprung einer als heilkräftig bekannten Quelle stiftete der Landgraf Johann von Leuchtenberg im Jahr 1396 ein Kloster. Es wurde mit den weiß gekleideten Paulinermönchen besetzt, einem aus Ungarn stammenden Orden, der in Bayern sonst kein Kloster besaß. Als wirtschaftliche Grundlage wurde der Stiftung unter anderem die Pfarrei Grafenau überlassen. Streit und Hussiteneinfälle bewirkten, dass der Provinzial und das Kapitel des ... mehr
Klostername: St. Wolfgang, Ortsname: St. Wolfgang
St. Wolfgang, Kollegiatstift
St. Wolfgang entstand der Legende nach durch den heiligen Bischof Wolfgang von Regensburg, der sich um das Jahr 975 hier im Goldachtal an einer Quelle niedergelassen haben soll. Im 15. Jahrhundert blühte die Wallfahrt zum „Wolfgangsbrünnlein“ auf. 1430 wurde der Grundstein für eine Kapelle gelegt. Ritter Sigmund von Fraunberg, dessen Geschlecht seit Mitte des 13. Jahrhunderts über diese Region herrschte, die zu seiner Grafschaft Haag gehörte, erneuerte die ... mehr
Klostername: Landau, Franziskanerkloster Maria auf dem Felsen, Ortsname: Stadt Landau an der Isar Franziskanerkloster Landau an der Isar - Maria auf dem Felsen
Nahe der kleinen Stadt Landau in Niederbayern entstand um das Jahr 1658 eine Wallfahrt zu einem in einer Grotte aufgestellten Marienbild. Auf Befehl der kurfürstlichen Regierung erbaute man 1680/82 um die Grotte herum die so genannte Steinfelskirche.Ab 1683 betreuten alljährlich in den Sommermonaten mehrere Franziskaner aus dem Konvent Dingolfing als Gäste die Wallfahrt zur "Maria auf dem Felsen". Hierzu war ... mehr
Ev. Ordensgemeinschaft: Kommunität Jesu Weg auf Schloss Craheim, Ortsname: Stadtlauringen Kommunität Jesu Weg auf Schloss Craheim, Stadtlauringen-WetzhausenNachdem 1968 in Schloss Craheim durch den Verein „Lebenszentrum für die Einheit der Christen“ (siehe dort) eine neue christliche Begegnungsstätte eröffnet worden war, folgte fünf Jahre später die Gründung einer weiteren evangelischen Gemeinschaft. Die methodistische Diakonisse und Probemeisterin Lore Scheurer (1928–2015) übersiedelte zusammen mit fünf weiteren Diakonissen nach Wetzhausen. Die sechs Krankenschwestern, die zuvor in der Bethesda-Klinik in Wuppertal-Elberfeld gearbeitet hatten, wollten eine neue ... mehr