Jüdisches Leben
in Bayern

Werner Kleemann Emigrant

Copyright: Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg

Im hier gezeigten Ausschnitt spricht Werner Kleemann darüber, wie es ihm gelang, 1939 mithilfe Dritter über Großbritannien in die USA zu emigrieren.

Biogramm

1919 in Gaukönigshofen/Ufr. geboren, jüdische Familie, Vater: Getreidehändler, 1936 Verbot die Oberrealschule in Würzburg zu besuchen und Ruin des Vaters, 1936 Antrag auf Emigration gestellt, 1938 ins KZ Dachau eingewiesen, Ende 1938 entlassen, Emigration über die Niederlande nach Großbritannien, Rest seiner Familie durch finanzielle Unterstützung nach London geholt, November 1940 Emigration in die USA, Arbeit in einem Kaufhaus, 22.7.1942 Einberufung zur US-Army als Dolmetscher und Infanterist, Nacht zum 6.6.1944 Teilnahme am "D-Day" (Landung in der Normandie), 12.9.1944 Überschreiten der deutschen Grenze bei Elcherath durch Kleemans Einheit, nach Kriegsende 1945 als Gesandter der US-Militärverwaltung in Gaukönigshofen, um die Nationalsozialisten in seinem Heimatort zu verhaften (Verhaftung des Mannes, der ihn Jahre zuvor verhaftet hatte), nach Rückkehr in die USA Arbeit als Innendekorateur, Heirat, ab 2004 mit Hilfe der Autorin Elizabeth Uhlig Niederschrift seiner autobiographischen Erinnerungen, im August 2007 erschienen: "From Dachau to D-Day", 2018 verstorben.

Themen
  • Auswanderung / Flucht / Emigration
  • Jüdisches Leben
Signatur: zz-0326.02
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