Im hier gezeigten Ausschnitt spricht Theo Fellheimer über das jüdische Leben in Ichenhausen vor 1933.
Theo Fellheimer wurde 1916 in Ichenhausen geboren. Er erlebte die gesellschaftlichen Verhältnisse in der bayerischen Gemeinde mit dem höchsten Prozentsatz jüdischer Einwohner während der 1920er-Jahre. Zu dieser Zeit befand sich das Verhältnis der fast vollständig eigenständig lebenden Gemeinde zu anderen gesellschaftlichen Gruppen in einem Stadium, das als "Gleichwertigkeit" beschrieben werden kann. Dies änderte sich mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933. Theo Fellheimer emigrierte 1935 nach Palästina, wo er Arbeit in seinem erlernten Beruf als Gärtner fand. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wanderte Theo Fellheimer in die USA aus, wo er 1952 eingebürgert wurde und sich einer jüdischen Gemeinde in New York anschloss. Mehrere Besuche in seiner alten Heimat boten Theo Fellheimer Anlass, sich mit den Verbrechen der Nationalsozialisten und dem Schicksal seiner eigenen Familie auseinanderzusetzen. 1996 verstarb Theo Fellheimer in New York.
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