Jüdisches Leben
in Bayern

Ladislaus Deutsch KZ-Überlebender, Zwangsarbeiter

Copyright: Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)

Ladislaus Deutsch berichtet von seiner Deportation ins KZ Auschwitz (21.06.1944), der Begegnung seines Bruders mit Dr. Capesius und vom Auschwitz-Prozess 1963.

Biogramm

Ladislaus Deutsch wurde 1926 in Klausenburg/Siebenbürgen geboren, verlebte dort seine Jugendzeit und wurde am 07.06.1944 in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Nach vier Tagen wurde er als Hilfsarbeiter ins KZ-Dachau, Außenlager Kaufering III überstellt, wo er als Zwangsarbeiter eingesetzt wurde und an Flecktyphus erkrankte. Gegen Kriegsende wurde er ins KZ Dachau überstellt, wo er die Befreiung durch die Alliierten erlebte. Zur medizinischen Genesung war er zunächst im Displaced-Person-UNRRA-Sanatorium in Gauting untergebracht, bis er im Mai 1946 nach Klausenburg zurückkehrte, um dort Chemie zu studieren. Er versuchte 1948 aus Rumänien auszureisen und wurde an der Grenze verhaftet. Er wurde zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt, aber nach zwei Wochen freigesprochen. Nach dem weiteren Studium in Bukarest war Deutsch im Zentrallaboratorium der rumänischen Armee beschäftigt. Er heiratete zweimal und reiste 1974 mit einem Touristenpass nach Hamburg aus.

Themen
  • Holocaust / Shoah
  • Judendeportationen
  • KZ Auschwitz
  • Nachkriegsprozesse
Signatur: zz-0524
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