Jüdisches Leben
in Bayern

Karoline Künstler Lehrerin, Palästina-Emigrantin

Copyright: Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg

Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Karoline Künstler von ihrer Auswanderung nach und ihrer Ankunft in Palästina.

Biogramm

Karoline Künstler wurde 1904 in Saarbrücken geboren und wuchs zusammen mit ihrer Schwester in einem bürgerlich jüdischen Elternhaus auf. Die Schulzeit schloss sie mit der Mittleren Reife ab, besuchte anschließend die höhere Handelsschule und sammelte dann drei Jahre Berufserfahrung bei der Röschling-Bank. Danach ließ sie sich auf Vorschlag des Schulrats zur Gewerbelehrerin ausbilden und legte ihr Examen in Kassel ab. Vier Jahre war sie in Breslau tätig, übernahm den Aufbau der Frauenwirtschaftsschule der dortigen jüdischen Gemeinde, für die sie die staatliche Anerkennung erhielt. Nachdem sie 1930-1934 Kurse für Arbeitslose gegeben hatte, übernahm sie 1934 die Leitung der landwirtschaftlichen Frauenwirtschaftsschule in Wolfratshausen. Dort erhielten jüdische Mädchen eine Ausbildung, die Voraussetzung für die legitime Emigration nach Palästina war. 1939 wanderte Karoline Künstler selbst nach Palästina aus. Anfang der 1950er-Jahre kehrte sie nach Bayern zurück. Karoline Künstler war verheiratet mit dem aus Straubing stammenden Juristen Dr. Leopold Künstler.

Themen
  • Bayern-Israel
  • Erzwungene Auswanderung / Emigration von Juden
  • Jüdisches Leben
Signatur: zz-0324.01
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