Im hier gezeigten Ausschnitt berichtet Inge Oppel von ihrem Hunger im KZ Theresienstadt (Frühjahr 1945). Sie verdiente als Röntgenassistentin zwar Theresienstädter Geld, konnte dafür aber nichts kaufen, da es nichts Nützliches zu erwerben gab.
Inge Oppel wurde 1907 in Gunzenhausen geboren und wuchs als Jüdin in Fürth und ab 1916 in Nürnberg auf. Nach ihrer Schulzeit war sie zunächst in einem Geschäft, dann als Krankenschwester und schließlich bei der Ortskrankenkasse in Lauf beschäftigt. Im Februar 1933 konvertierte sie zum christlichen Glauben, wurde evangelisch und heiratete. Ihr Mann wurde kurz darauf am Landgericht Augsburg in den Ruhestand versetzt und wechselte in die juristische Abteilung zu MAN. Kurz vor der geplanten Emigration nach Ägypten brach der Zweite Weltkrieg aus und vereitelte dieses Vorhaben. Ihre Mutter wurde 1943 deportiert, ihr Mann kam 1944 ins Internierungslager Wommen, sie selbst im Frühjahr 1945 ins KZ Theresienstadt, wo sie als Röntgenschwester arbeiten musste. Nach der Befreiung im Mai 1945 schlug sie sich auf eigene Faust nach Augsburg durch, wo ihr Mann von den Amerikanern als Landgerichtsdirektor eingesetzt wurde. Nach der Begründung der Bundesrepublik Deutschland machte er Karriere im Auswärtigen Amt mit Stellungen als Generalkonsul in Seatlle, Bonn, Toronto und Los Angeles. Im Jahr 2000 verstarb Ilse Oppel in Gosheim.
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