Jüdisches Leben
in Bayern

Hedy Epstein Übersetzerin beim Nürnberger Ärzteprozess

Copyright: Haus der Bayerischen Geschichte (Georg Schmidbauer M.A.)

Hedy Epstein schildert den Nürnberger Ärzteprozess und eine Aussage der angeklagten Ärztin Herta Oberheuser über die Experimente, die sie im KZ Ravensbrück an polnischen Frauen durchführte.

Biogramm

Hedy Epstein (Mädchenname: Wachenheimer) wurde 1924 in Freiburg im Breisgau geboren. Sie wuchs im badischen Kippenheim auf und erlebte dort die Novemberpogrome 1938 gegen die jüdische Bevölkerung. 1939 gelang es ihren Eltern, sie mit einem Kindertransport nach England zu schicken, während die restlichen Familienangehörigen 1942 nach Auschwitz deportiert wurden. 1945 kehrte Hedy Epstein nach Deutschland zurück, um beim Nürnberger Ärzteprozess als Übersetzerin zu arbeiten und nach ihren Eltern zu suchen. 1948 wanderte sie in die USA aus. 1980 besuchte sie die KZ-Gedenkstätten Dachau und Auschwitz. Hedy Epstein engagierte sich in der Antirassismus- und Friedensbewegung. Sie starb 2016 in St. Louis, Missouri (USA).

Themen
  • Holocaust / Shoah
  • KZ Ravensbrück
  • Nachkriegsprozesse
  • Nürnberg
Signatur: zz-1565.02
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