Die in Reistenhausen ansässige Judenschaft gehörte zur Kultusgemeinde Fechenbach/Reistenhausen. Ab 1744 verlangte die örtliche Verwaltungsgemeinde von den Juden neben den üblichen Abgaben auch ein „Synagog gelt“ in Höhe von 4 Gulden pro Familie. Es ist jedoch nicht bekannt, seit wann es im Gut Fechenbach/Reistenhausen eine Synagoge gab und wo sie sich befand. Die wenigen Israeliten, die bis zur Mitte des 19. Jh. in Reistenhausen wohnten, konnten ab 1811 die in Fechenbach eingeweihte, neue Synagoge besuchten (siehe dort).
(Christine Riedl-Valder)
Literatur
- Töllner, Axel / Berger-Dittscheid, Cornelia: Fechenbach/Reistenhausen, in: Wolfgang Kraus, Gury Schneider-Ludorff, Hans-Christoph Dittscheid, Meier Schwarz (Hrsg.): Mehr als Steine... Synagogen-Gedenkband Bayern, Band III/1: Unterfranken, Teilband 1. Erarbeitet von Axel Töllner, Cornelia Berger-Dittscheid, Hans-Christof Haas und Hans Schlumberger unter Mitarbeit von Gerhard Gronauer, Jonas Leipziger und Liesa Weber, mit einem Beitrag von Roland Flade, Lindenberg im Allgäu 2015, S. 395-403
