Von der Synagoge in Rehweiler gibt es nur wenige Informationen. Anzunehmen ist das Vorhandensein eines Gebäudes im 18. Jahrhundert, eventuell in Verbindung einer kleinen Schule. Zumindest ist seit 1808 ein Schullehrer in Rehweiler im Amt. Da die jüdische Gemeinde zu dieser Zeit 44 Personen umfasste, ist auch ein Synagogengebäude wahrscheinlich. Dieses Gebäude muss um die Mitte des 19. Jahrhunderts so baufällig gewesen sein, dass die Gemeinde einen Neubau plante. Am 21. April 1852 erteilte das bayerische Innenministerium für Kirchen- und Schulangelegenheiten der israelitischen Kultusgemeinde Rehweiler die Erlaubnis zu einer Kollekte. Zur Finanzierung eines Neubaus der Synagoge durfte die Gemeinde bei den jüdischen Gemeinden im Königreich Bayern eine Baufinanzierung durchführen. Über das Ergebnis dieser Sammelaktion ist allerdings nichts bekannt. Diese Aktionen wurden allerdings nur sehr finanzschwachen Gemeinden zugestanden und bestätigt die spürbare Reduzierung der Gemeindemitglieder in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ob der geplante Neubau überhaupt zustande kam, ist angesichts der stark abnehmenden Mitgliederzahl der jüdischen Gemeinde sehr fraglich. Als Standort des Synagoge wird das Anwesen Plan-Nr. 13 (heute: Rehweiler 33) angenommen. Nach den Angaben bei Israel Schwierz wurde das Gebäude nach Auflösung der Gemeinde dann 1924 verkauft, als Scheune benutzt und später zu einem heute noch erhaltenen Wohnhaus umgebaut. Welche Bausubstanz des ursprünglichen Synagogengebäudes noch erhalten ist, bleibt unklar.
Adresse / Wegbeschreibung
Rehweiler 33, 96160 Geiselwind
Literatur
- Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation. 2. Aufl. München 1992 (= Bayerische Landeszentrale für politische Bildung A85), S. 113f.
