Jüdisches Leben
in Bayern

Nürnberg 6, Arno-Hamburger-Straße (seit 1984) Synagoge

Vom April 1983 bis zum 8. September 1984 bauten die Architekten Hannes Fleischmann und Ludwig Karparek ein modernes, achteckiges Gotteshaus im zeitgleich errichteten neuen jüdischem Gemeindezentrum (Arno-Hamburger-Straße 3). Der kubische Raum ist zurückhaltend und bietet Platz für 130 Sitzplätze. Ein angedeutetes Zeltdach zitiert das Motiv des Stiftszeltes. Hauptschmuck sind die Glasfenster von Rudolf Büder (*1920), welche die zwölf Stämme Israels darstellen. 1987 wurde der gotische "Judenstein" in die Südostwand der Synagoge eingefügt; neben einer alten Gedenktafel aus der Hauptsynagoge wurde nach Jos 25,27 eine neue hinzugefügt: "Gerettet aus den 1499 und 1938 zerstörten Synagogen / heimgekehrt 1987 [...]. Siehe dieser Stein soll unter euch Zeugnis sein, dass ihr nicht verleugnet euren G’tt". (Patrick Charell)

Adresse / Wegbeschreibung

Arno-Hamburger-Straße 3, 90411 Nürnberg

Literatur

  • Barbara Eberhardt / Hans-Christof Haas / Cornelia Berger-Dittscheid: Nürnberg. In: Wolfgang Kraus, Berndt Hamm, Meier Schwarz (Hg.): Mehr als Steine... Synagogen-Gedenkband Bayern, Bd. 2: Mittelfranken. Erarbeitet von Barbara Eberhardt, Cornelia Berger-Dittscheid, Hans-Christof Haas und Angela Hager unter Mitarbeit von Frank Purrmann und Axel Töllner mit einem Beitrag von Katrin Keßlerm Lindenberg im Allgäu 2010, S. 466-505.