Zu einem nicht näher bestimmbaren Zeitpunkt richtete die Kultusgemeinde ein Gemeindezentrum im heutigen Anwesen Steilersgasse 17 ein. Es beinhaltete ein Ritualbad im Keller, einen Schulraum, eine Synagoge und vielleicht auch eine Wohnung für den Vorsänger/Lehrer. Das Gebäude wurde 1844 renoviert und 1911, im Zuge der Auflösung der Kehillah, an eine christliche Privatperson verkauft. Diese ließ das Haus umbauen und richtete eine Gemischtwarenhandlung ein. Dadurch überdauerte die ehemalige Neubrunner Synagoge in ihrer Bausubstanz die NS-Gewaltherrschaft und ist noch heute als "Judenschule" im Ort bekannt.
Bilder
Adresse / Wegbeschreibung
Steilersgasse 17, 92277 Neubrunn
Literatur
- Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation. 2. Aufl. München 1992 (= Bayerische Landeszentrale für politische Bildung A85), S. 102f.
