Die jüdische Gemeinde von Höllrich benutzte anfangs die Heßdorfer Synagoge; plante aber ab 1816 den Bau eines eigenen jüdischen Gotteshauses. Dazu wurde das Grundstück Hausnr. 48a erworben (heute: Seifriedsburger Straße 2). Die Existenz eines darauf erbauten jüdischen Bethauses ist 1833 erwähnt. Es verfügte über eine Mikwe im Keller. Sein Aussehen ist jedoch nicht überliefert. Das Gebäude wurde, nachdem die Kultusgemeinde 1896 aufgelöst wurde, im Jahr 1903 an den Höllricher Gutsbesitzer Wilhelm Schmitt verkauft und später abgerissen.
Literatur
- Hans Schlumberger / Hans-Christof Haas: Heßdorf mit Höllrich. In: Wolfgang Kraus, Gury Schneider-Ludorff, Hans-Christoph Dittscheid, Meier Schwarz (Hg.): Mehr als Steine... Synagogen-Gedenkband Bayern, Bd. III/1: Unterfranken, Teilband 1. Erarbeitet von Axel Töllner, Cornelia Berger-Dittscheid, Hans-Christof Haas und Hans Schlumberger unter Mitarbeit von Gerhard Gronauer, Jonas Leipziger und Liesa Weber, mit einem Beitrag von Roland Flade. Lindenberg im Allgäu 2015, S. 179-191.
